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An Selbstbewusstsein mangelt es Daniel Harding nicht: „Wenn James Bond ein Orchester hätte, wäre es sicherlich das MCO“, scherzte der Chefdirigent des Mahler Chamber Orchestra in einem Interview. Zunächst ist das MCO aber das Orchester Nordrhein-Westfalens, denn die Konzerthäuser in Dortmund, Essen und Köln haben als Kooperation ein dreijähriges Residenzprojekt mit dem Kammerorchester ausgerufen. Im zweiten Essener Konzert am 7. Oktober widmen sich das MCO und Harding einem gegensätzlichen Paar: den ersten beiden Sinfonien von Johannes Brahms.
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Neue Musik im Entstehen erleben: Am 27. August findet das erste Konzert des „lab.o.ra-Festivals für zeitgenössische Orgelmusik im Dialog“ in der Lindenkirche Wilmersdorf statt. Der Fixpunkt des Abends ist Paul Hindemiths Sonate für Basstuba und Klavier, bestritten von Pauline Boeykens an der Tuba und Thomas Noll an der zweitgrößten Orgel Berlins. Der Rest ist Improvisation; die Duettpartner lassen ein musikalisches Geflecht um Hindemiths Werk herum entstehen. Auch die übrigen sieben Konzerte bis zum 18. September folgen diesem Muster: Thomas Noll improvisiert mit wechselnden Partnern zu Stücken der Neuen Musik.
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Noch vor einem Jahr war Stuttgart von Licht durchflutet. Nun wandert nicht nur der Hauptbahnhof der Stadt unter die Erde, und auch das Musikfest Stuttgart widmet sich in diesem Jahr unter dem Thema „Nacht“ der Schattenzeit des Tages. Mit Tondichtungen von Rimski-Korsakow, Chausson und Richard Strauss eröffnet das SWR-Sinfonieorchester unter Pietari Inkinen am 28. August das Festival und führt in den Schwerpunkt ein. In den kommenden Wochen ist unter Anderem das Gewandhausorchester mit Riccardo Chailly zu Gast; gemeinsam setzen sie am 1. September den Schumann-Zyklus des Musikfestes in Gang, der den 200. Geburtstag des Komponisten feiert.
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Am Ende hat der Krebs gesiegt: Der deutsche Regisseur, Filmemacher und Aktionskünstler Christoph Schlingensief ist am Samstag im Alter von nur 49 Jahren gestorben. Bis zum Schluss hatte der gebürtige Oberhausener an diversen Projekten gearbeitet, die Premiere seiner letzten vollendeten Regiearbeit „Remdoogo – Via Intolleranza II“ in München konnte er im Mai noch miterleben. Im Laufe der Jahre hatte der durch schräge Filmprojekte wie dem „Deutschen Kettensägenmassaker“ oder „100 Jahre Adolf Hitler (Die letzten Stunden im Führerbunker)“ bekannt gewordene Schlingensief die Opernbühne erobert.
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Ist das noch eine späte Nachwehe der Fußball-Weltmeisterschaft 2010? Am 24., 25. und 26. September spielt das Konzerthausorchester Berlin unter seinem Leiter Lothar Zagrosek ein Konzert mit dem Titel „Sport, Spiel und Spannung“. Die Musiker begeben sich dabei auf die Suche nach sportlich-dynamischen Sujets in der klassischen Musik der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. „Spiel, Satz und Sieg“: für sein Tanzpoem „Jeux“ ließ sich Debussy von einem Tennisspiel inspirieren. Weiterer Programmpunkt ist Honeggers „Pacific 231“. In diesem Werk versucht der Komponist die technische Kraft einer Dampflokomotive musikalisch zu porträtieren.
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Feierliche Eröffnung der neuen Saison und Vorstellung des neuen Exklusivkünstlers im Konzerthaus Dortmund: Esa-Pekka Salonen tritt die Nachfolge von Fazil Say als „Residenzkünstler“ des Konzerthauses Dortmund an. Und das für drei Jahre. Der Dirigent und Komponist wird in diesem Zeitraum auch eigene Werke vorstellen, die er extra für den Saal des Konzerthauses geschrieben hat. Am 14. September stellt sich der gebürtige Finne Salonen den Dortmundern am Pult des Philharmonia Orchesters aus London vor – mit einem Programm, das den Jubilar Schumann ehrt und zugleich einen skandinavischen Akzent setzt. Auf Schumanns Genoveva-Ouvertüre folgt das Klavierkonzert a-moll. Solistin des Abends: Hélène Grimaud.
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„Ich gerieth auf den Gedanken des Bühnenfestspiels, da ich Gesangfeste, Turnfeste usw. kannte, und mir nun recht wohl auch ein Theaterfest vorstellen durfte.“ Der Wunsch Richard Wagners und die Idee der Bayreuther Festspiele war und ist es, seine Musikdramen für ein möglichst großes Publikum aufzuführen. Seit einigen Jahren erfüllen die Festspiele ihrem Vater diesen Wunsch in neuen Ausmaßen.
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