Paul Hindemith um 1925. Foto: Fondation Hindemith, Blonay (Schweiz)

Paul Hindemith um 1925. Foto: Fondation Hindemith, Blonay (Schweiz)

Hindemith-Tage mit unerschütterlicher Logik

Beim Festkonzert zu Paul Hindemiths Geburtstag am 16.11. um 19.30 Uhr in der Frankfurter Musikhochschule wird "Hin und Zurück" (1927) aufgeführt. Hindemiths Bühnenwerk ist eine Mini-Parodie auf ein Ehedrama; das Libretto stammt von Marcellus Schiffer, einem Berliner Kabarett-Autor, mit dem der Komponist später die Oper "Neues vom Tage" schrieb.

 

 

„Ihr werdet sehen,
die Logik weicht nicht um ein Haar,
und alles wird gut,
wie es vorher war.“

Bis 1933 wurde "Hin und Zurück" an zahlreichen Bühnen in Deutschland gezeigt, u.a. 1930 an der Berliner Krolloper unter der Leitung von Otto Klemperer. Gemeinsam mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) veranstaltet das Hindemith Institut Frankfurt jedes Jahr zu Ehren des Komponisten die „Hindemith Tage“. Vom 9. bis 20. November 2016 finden in Hanau, Frankfurt am Main und Mainz sechs Konzerte statt, in Frankfurt begleitend eine Ausstellung. Anbei das Programm der Hindemith-Tage.

 

Programm der Hindemith Tage 2016:

Mittwoch, 9. November

„Komponiert 1925“ Mittagskonzert im Historischen Museum Frankfurt, 12.30 Uhr

• Paul Hindemith: 3 Anekdoten für Radio (veröffentlicht als: Drei Stücke für fünf Instrumente)

• Leoš Janáček: Concertino für Klavier und Kammerensemble

Stefan Blunier (Leitung und Klavier), Jan Polívka (Klavier), Ingo de Haas (Violine), Christine Schwarzmayr (Violine), Susanna Hefele (Viola), Diemut Schneider (Klarinette), Carl-Sönje Montag (Fagott), Kristian Katzenberger (Horn), Matthias Kowalczyk (Trompete), Hedwig Matros (Kontrabass). 

 

Samstag, 12. November

„Hindemith-Preis der Stadt Hanau“ an Christoph Eschenbach. Congress Park Hanau, 16 Uhr

Verleihung: Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Laudatio: Wolfgang Sandner. Es musizieren Schülerinnen und Schüler der Paul Hindemith-Musikschule Hanau, Christoph Eschenbach und Tabea Zimmermann. 

 

14. - 20. November

„Paul Hindemith und die Bratsche“ im Foyer der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der HfMDK zu besichtigen.

 

Montag, 14. November

Trio Alexander im Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm Frankfurt, 19 Uhr
Willi Zimmermann (Violine), Ruth Killius (Viola), Daniel Haefliger (Violoncello)

• Schubert: Streichtrio-Satz B-Dur D 471 (1816/17)
• Hindemith: Trio op. 34 (1924)
• Mozart: Divertimento Es-Dur KV 563 (1788)

 

Mittwoch, 16. November

Matinee zu Hindemiths Geburtstag im Hindemith Kabinett im Kuhhirtenturm Frankfurt, 11 Uhr

Tatjana Masurenko (Viola), Roglit Ishay (Klavier)
• Hindemith: Meditation (1938) aus dem Ballett „Nobilissima Visione“ für Viola und Klavier

• Glasunow: Meditation für Violine und Klavier op. 32 (1891)
• Hindemith: Sonate für Bratsche allein op. 25 Nr. 1 (1922)

• Tschaikowsky: Drei Miniaturen bearbeitet für Viola und Klavier

• Nejat Başeğmezler: Connotations on a theme of Paul Hindemith's Arioso from “Ludus Tonalis – Praeludium” for Viola and Piano (Uraufführung)

 

Mittwoch, 16. November

Geburtstagskonzert in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, 19.30 Uhr

Studierende der HfMDK

• unter der Leitung von Prof. Günther Albers: Hin und Zurück, Sketch mit Musik op. 45a (1927)

• Sebastian Leibing (Trompete), Magdalena Todorowa (Klavier): Sonate für Trompete und Klavier (1939)
• Rayle Bligh (Kontrabass), Ewa Warykiewicz (Klavier): Sonata for Double Bass and Piano (1949)

• Duo Saxophilie, Regina Reiter & Anne Siebrasse: Konzertstück für zwei Altsaxophone (1933)

• Isabel von Bernstorff, Günther Albers: Walzer für Klavier vierhändig op. 6 (1916) „Drei wunderschöne Mädchen im Schwarzwald“. 

 

Freitag, 18. November

Karl-Amadeus-Hartmann-Saal des Verlags Schott Music in Mainz, 17.30 Uhr

Studierende der HfMDK

• Sebastian Leibing (Trompete), Magdalena Todorowa (Klavier): Sonate für Trompete und Klavier (1939)
• Rayle Bligh (Kontrabass), Ewa Warykiewicz (Klavier): Sonata for Double Bass and Piano (1949)

• Enea Cavallo (Harfe): Sonate für Harfe (1939)

• Johanna Schubert, Marit Neuhof (Violinen): Duette aus dem „Geigen-Schulwerk“ von Erich und Elma Doflein

 

Sonntag, 20. November

ernst-may-haus, 17 Uhr. „Paul Hindemith zu Gast bei Ernst May“

• Enea Cavallo (Harfe): Sonate für Harfe (1939)

• Johanna Schubert, Marit Neuhof (Violinen): Duette aus dem „Geigen-Schulwerk“ von Erich und Elma Doflein
• Einführung: Dr. Susanne Schaal-Gotthardt 

Die Hindemith Tage sind ein Projekt des Hindemith Institut Frankfurt, im Auftrag der Fondation Hindemith, und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Schirmherrin der Hindemith Tage 2016 ist die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Ina Hartwig.

Wir danken unseren Kooperationspartnern: ernst-may-gesellschaft, Verlag Schott Music, Historisches Museum Frankfurt und der Stadt Hanau.