Beim 13. Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum in Salzburg hat das Quatuor Tchalik in der Sparte Streichquartette gewonnen. Foto: Universität Mozarteum/Christian Schneider

Beim 13. Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum in Salzburg hat das Quatuor Tchalik in der Sparte Streichquartette gewonnen. Foto: Universität Mozarteum/Christian Schneider

13. Internationaler Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum

Das aus vier französischen Geschwistern bestehende Quatuor Tchalik hat den ersten Preis beim 13. Internationalen Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum in Salzburg gewonnen.

Der 13. Internationale Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum Salzburg in den Sparten Streichquartett hat seine Gewinner. Der 1. Preis der Sparte Streichquartett mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro, gestiftet von der Stadt Salzburg, geht an das Quatuor Tchalik.

Die französischen Geschwister überzeugten die Jury unter dem Vorsitz von Lukas Hagen sowohl in den Vorrunden als auch bei ihrem Finalkonzert im Solitär der Universität Mozarteum, in dem sie Werke von W. A. Mozart, Thierry Escaich und Johannes Brahms interpretierten. Zusätzlich zum 1. Preis erhielt das Quatuor Tchalik als Sonderpreis der Stiftung Mozarteum Salzburg für die beste Interpretation eines Mozart-Streichquartetts eine „Neue Mozart Gesamtausgabe“ (Verlag Bärenreiter).

Die seit frühester Kindheit gemeinsam musizierenden Künstler feierten ihr Debüt als Streichquartett im Jahr 2013. Sie gewannen bereits mehrere Kammermusikpreise, spielten auf renommierten Festivals sowie mehrmals live im französischen Rundfunk-Programm „France Musique“.

Der 1. Preis des 13. Internationalen Mozartwettbewerbes Salzburg 2018 beinhaltet auch die Einladung zu Auftritten im Rahmen von Veranstaltungen der Universität Mozarteum Salzburg bzw. der Internationalen Sommerakademie Mozarteum.

Der 2. Preis in Höhe von 12.000 Euro von einem privaten Stifter ging an das Eliot Quartett mit Musikern aus Deutschland, Russland und Österreich. Das Ensemble, das am Finaltag auf Werke von W. A. Mozart, Béla Bartók und Ludwig van Beethoven setzte, wurde 2014 gegründet und ist ebenfalls bereits mehrfach als Preisträger in Erscheinung getreten (Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb Berlin, Irene Steels-Wilsing Stiftung Berlin u. a.). Die vier Musiker wurden an der Hochschule Frankfurt am Main sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid ausgebildet. Benannt ist das Quartett nach dem amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot, der sich von den Streichquartetten Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ.

Mit dem 3. Preis (8000 Euro), gestiftet vom Komponisten, Dirigenten und Musikwissenschaftler Graziano Mandozzi, wurde das 2015 gegründete Quatuor Akos ausgezeichnet, das bislang vor allem in seiner Heimat Frankreich und in Deutschland aufgetreten ist und u. a. im Juli 2018 beim „Nymphenburger Sommer“ in München spielen wird. Das Ensemble organisiert zudem zwei jährlich stattfindende Musikfestivals: das Festival „Coll‘Arco“ und das Kammermusikfestival in Metz. Der Bärenreiter Urtext Preis (Notengutscheine à 300 Euro, gestiftet vom Bärenreiter Verlag) ging ebenfalls an die drei Streichquartette im Finale: Quatuor Tchalik, Eliot Quartett und Quatuor Akos. In der Jury für die Sparte Streichquartett saßen: Lukas Hagen (Vorsitz), Mark Steinberg, Cibrán Sierra Vázquez, Jonathan Brown, Isabel Charisius, Sally Pendlebury und Enrico Bronzi.