Das Auryn Quartett verantwortet seit 2011 die künstlerische Leitung der Musiktage Mondsee. Copyright Musiktage Mondsee

Das Auryn Quartett verantwortet seit 2011 die künstlerische Leitung der Musiktage Mondsee. Copyright Musiktage Mondsee

30 Jahre Musiktage Mondsee

Das Kammermusikfestival am Mondsee ist vor allem András Schiff zu verdanken. 1989 entdeckte er die gleichnamige Gemeinde im Salzkammergut für sich und beschloss, alljährlich mit den Musiktagen Mondsee einen Ort des konzentierten Spielens und Hörens zu etablieren. Nun leitet das Auryn-Quartett das Festival.

Es ist ein Festival, das in kürzester Zeit große internationale Bedeutung erlangte: In Mondsee, diesem malerischen Ort mit seiner faszinierenden Geschichte und Tradition, gastierten unter Schiffs Ägide zwischen 1989 und 1998 etwa Cecilia Bartoli, Oleg Maisenberg und Peter Schreier. Nach Julia Stemberger und Christian Altenburger und danach dem unvergessenen Musiker Heinrich Schiff übernahm 2010 das vielfach preisgekrönte Auryn Quartett die künstlerische Leitung.

Unter den mitwirkenden Künstlern finden sich 2018 in Mondsee Stars wie etwa Kammersänger Robert Holl; die Pianisten Elisabeth Leonskaja, Ferhan & Ferzan Önder, Markus Schirmer und Stefan Stroissnig; die Schweizer Geigerin Esther Hoppe; der Kammerschauspieler Wolfgang Hübsch; die Bratschistin Veronika Hagen (sie spielt die sogenannte „Paganini", die 1731 von Stradivari für den „Teufelsgeiger" angefertigt wurde); der junge Cellist Christian Poltéra; und die feinfühlige Harfenistin Godelieve Schrama.

Robert Holl wird zum Auftakt am 31. August in der Basilika St. Michael eines seiner Lieblingswerke singen: das Requiem von Fauré. Begleitet wird er von einem prominent besetzten Festivalorchester: u.a werden Veronika Hagen, Roberto di Ronza und das Auryn Quartett im Orchester mitspielen. Zum Schlosskonzert léger ist diesmal die ganze Familie eingeladen: in Kooperation mit der Landesmusikschule Mondsee wird der „Karneval der Tiere" aufgeführt, mit Ferhan und Ferzan Önder an den beiden Klavieren.

Ein alljährlicher Fixpunkt im Rahmenprogramm ist die Musikalische Landpartie, die unter dem Motto „Unter der Drachenwand" steht. Zudem wird die diesjährige „Komponistin in residence", die junge Französin Camille Pépin, in einem Komponistenportrait vorgestellt: Die 1990 geborene Komponistin wurde in den letzten Jahren in ihrer Heimat mit Musikpreisen geradezu überhäuft. Konzerteinführungen runden das Rahmenprogramm ab.