Singt bei der Mozartwoche: Robin Johannsen. Foto: Uwe Arens

Singt bei der Mozartwoche: Robin Johannsen. Foto: Uwe Arens

"Ach, wenn Du die Liebe kenntest"

Mozart immer wieder neu, frisch und zeitgemäß erlebbar machen. Das möchte die Mozartwoche der Stiftung Mozarteum Salzburg, die seit 1956 traditionell rund um Mozarts Geburtstag (27. Januar) stattfindet.

Die Mozartwoche 2018 findet vom 26. Januar bis 4. Februar statt. Eröffnet wird das Festival mit einer Neuinszenierung der Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ im Haus für Mozart. Die musikalische Leitung übernimmt der belgische Dirigent René Jacobs. Regie führt die deutsche Regisseurin Andrea Moses. Es ist eine doppelte Premiere, denn René Jacobs hat bisher keine szenische Aufführung der „Entführung“ dirigiert und die deutsche Regisseurin Andrea Moses gibt mit dieser Produktion ihr Debüt in Salzburg. Auf der Bühne steht unter anderem mit Robin Johannsen und Julian Prégardin ein junges aufstrebendes Sängerensemble. Der deutsche Theater- und Filmschauspieler Peter Lohmeyer übernimmt die Rolle des Bassa Selim.

Schon vor der Premiere wird erstmals mit einem Auftakt die Mozartwoche am 26. Jänner 2018 im Großen Saal der Stiftung Mozarteum auf das Thema eingestimmt: Die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse gestaltet eine Rede zum Motto der Mozartwoche „Ach, wenn Du die Liebe kenntest – Vergebung und Vergeltung“. Ein Round Table-Gespräch am 30. Jänner 2018 mit dem deutschen Philosophen und Bestseller-Autor Richard David Precht wird dieses Thema ebenfalls vertiefen.

Die Wiener Philharmoniker begleiten die Mozartwoche seit Jahrzehnten, 2018 wird das Orchester mit drei Konzerten unter der Leitung von Alain Altinoglu, Robin Ticciati und Valery Gergiev zu erleben sein. Wie unterschiedlich Mozart interpretiert wird, zeigen neben den großen Orchestern auch zahlreiche Solistinnen und Solisten von Weltruf – wie Daniel Barenboim, András Schiff, Robert Levin, Piotr Anderszewski, David Fray, Marlis Petersen oder Anna Lucia Richter, ebenso wie junge Ensembles wie das Schumann Quartett oder das B’Rock Orchestra. Jörg Widmann präsentiert als Komponist, Dirigent und Klarinettenvirtuose Mozarts Werk im Spiegel der zeitgenössischen Musik.

Rolando Villazón wird das Abschlusskonzert der Mozartwoche 2018 gestalten. Darin beschäftigt sich der Star-Tenor mit der Beziehung zwischen Constanze und Wolfgang Amadé Mozart. Er liest aus dem Briefwechsel zwischen den Eheleuten und zeigt, was Mozart zu dieser Zeit persönlich beschäftigt und geprägt hat.