Domingo und Orchester. Foto: obs/Art & Entertainment LIVE GmBH/Gàbor Boda

Domingo und Orchester. Foto: obs/Art & Entertainment LIVE GmBH/Gàbor Boda

"Ähnlich einem Kino-Blockbuster"

Placido Domingo dirigiert Verdis Aida im Fußballstadion. Die Besetzung ist erklassig, an bühnentechnischem und personellem Aufwand wird nicht gespart. Los geht es auf Schalke.

Zu seinem 50. Bühnenjubiläum präsentiert der 75jährige Placido Domingo Giuseppe Verdis 'Aida' im Rahmen einer internationalen Stadien-Tournee. Zum Tourauftakt am 27. Mai in der Arena in Gelsenkirchen und bei der Aufführung am 05. August 2017 im Olympiastadion in München steht Plácido Domingo selbst am Dirigenten-Pult.

Domingo, der es mit seinem umfassenden Repertoire als Tenor (147 gesungene Rollen, mehr als 3800 Auftritte) in das Guinness Buch der Rekorde schaffte, verspricht dem Publikum mit seiner 'THE STADIUM WORLD TOUR' ein monumentales Opern-Erlebnis auf zugleich höchstem Niveau. Im Hinblick auf die Aufführungen in Deutschland erklärte der Maestro: "Die Rolle des 'Radames' in der Oper 'Aida' war eine meiner ersten Verdi-Rollen, die ich erstmals am 11. Mai 1967 in Hamburg und dann immer wieder bis Ende der 80er Jahre an allen Opernhäusern gesungen habe. 'Aida' ist auch die Oper, die ich bisher am häufigsten dirigiert habe. Für den Dirigenten ist sie das reinste Vergnügen. Hamburg war übrigens die Stadt, in der ich zum ersten Mal 'Aida' dirigierte. Und je häufiger ich diese Oper dirigiere, desto mehr erstaunt es mich, wie ich den 'Radames' überhaupt so oft singen konnte. Denn als Dirigent sehe ich die sängerischen Schwierigkeiten in dieser Rolle doch noch sehr viel klarer."

Nach zweijähriger Vorbereitung erfüllt sich Domingo mit seiner Groß-Inszenierung einen, wie er sagt, "Lebenstraum". Es sei schon immer seine Vision gewesen, mit einem Stadion-Projekt sowohl Opernliebhaber als auch das breite Publikum zu begeistern und ein unvergessliches Opern-Erlebnis zu schaffen, erklärte der Maestro. Vor einer monumentalen Kulisse treten mehr als 800 Darsteller auf: 90 Orchestermusiker, 150 Chorsänger, 85 Ballett-Tänzer und über 500 Statisten. Unterstützt von großflächigen LED-Projektionen entsteht so eine alt-ägyptische Erlebniswelt, ähnlich beeindruckend wie in einem großen Kino-Blockbuster. Dass das Publikum bei dieser imponierenden Darbietung keine Abstriche an der musikalischen Qualität der Aufführungen hinnehmen muss, gewährleistet allein nicht nur die von Domingo getroffene Auswahl der Solisten, sondern auch eine modernste Tontechnik.

Für das faszinierende Bühnenbild zeichnet der österreichische Freilichtbühnen-Experte Manfred Waba verantwortlich. Als Regisseur dieser Groß-Inszenierung wurde zudem der Italiener Stefano Trespidi verpflichtet, der auf eine lange Erfahrung im Freilicht-Theater unter anderem an der Weltbühne in Verona zurückblicken kann. In den Hauptrollen sind  u.a. zu sehen:

Ramphis: Erwin Schrott

Amonasro: Ambrogio Maestri

Aida: Kristin Lewis, Marie José Siri

Amneris: Ekaterina Gubanova, Violeta Urmana, Daniela Barcellona

Radames: Roberto Alagna, Fabio Sartori

Bei Domingos Mega-Projekt handelt es sich nebenbei um eine der größten Opernbühnen, die jemals auf Welttournee waren. So werden allein zwischen den deutschen Spielorten rund 90 Trucks unterwegs sein - mehr, als etwa Rockgiganten wie die Rolling Stones oder U2 auf die Straße bringen.

www.aida-domingo.com