So feierlich endete die AIDS-Gala 2015 in Düsseldorf. Foto: Paul Esser

So feierlich endete die AIDS-Gala 2015 in Düsseldorf. Foto: Paul Esser

AIDS-Spendengala knackt Millionen-Grenze

Seit 2010 hat die Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung ihren festen Platz in Düsseldorf. Mit bisher sieben Benefizveranstal­tungen wurde ein Gesamterlös von mehr als 1 Million Euro erzielt.

Auch im kommenden Jahr gibt es die AIDS-Gala der Deutschen Oper am Rhein: Am Samstag, dem 18. März 2017, um 19.00 Uhr präsentiert die Deutsche Oper am Rhein ihre achte Festliche Operngala im Opernhaus Düsseldorf unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Geisel. Zehn erstklassige Sängerinnen und Sänger gestalten den Benefiz-Abend, begleitet von den Düsseldorfer Symphonikern unter Leitung des französi­schen Gast­diri­gen­ten Philippe Auguin.

Holger Wemhoff, Chefmoderator von „Klassik Radio“, führt durch das Programm. Alle beteiligten Künstler verzichten auf ihre Gage, so dass die AIDS-Stiftung auch 2017 mit dem gesamten Erlös HIV-infizierten Men­schen in Notsituationen helfen kann. Mit 214.000 Euro konnte die Stiftung 2016 HIV-positive Menschen in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen unterstützen. Der wichtigste Kooperationspartner der Deutschen AIDS-Stiftung bei der Versorgung von Menschen mit HIV/AIDS in Düssel­dorf ist die Aidshilfe Düsseldorf e. V..

Ein Teil der Erlöse fließt auch im nächsten Jahr ins südliche Afrika, die weltweit am stärksten von HIV/AIDS betroffene Region: In Mosambik werden mit Hilfe der AIDS-Stiftung infizierte Schwangere betreut, damit sie das Virus nicht auf ihr Baby übertragen. Dadurch kommen 98 von 100 Kindern gesund zur Welt.  

Für ein hochkarätiges Musikerlebnis sorgen zehn Solisten, die auf den weltweit wichtigsten Opernbühnen Erfolge feiern oder am Anfang einer großen Karriere stehen: Mit einem „Feuerwerk an Koloraturen“ darf man bei der kanadischen Sopranistin Jane Archibald rechnen, die nach Stationen an der San Francisco Opera sowie als Ensemble­mitglied der Wiener Staatsoper heute an vielen großen Opernhäusern gastiert.

Als Idealbesetzung für die großen Herzensbrecher-Partien der italieni­schen Oper gilt der sardische Tenor Francesco Demuro, der von der New Yorker Met über die Opernhäuser in Paris, London, Wien und Mailand sein Publikum begeistert.

Die russische Mezzosopranistin Maria Kataeva wirkt als Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein an der Operngala mit. Aufsehen erregende Debüts als Carmen, Komponist und Muse/Niklas und der erste Preis beim Gesangswett­bewerb „Die Meistersinger von Nürn­berg“ 2016 beflügeln ihre internationale Karriere.

Die Kana­dierin Michèle Losier wird in den wichtigsten Partien ihres Fachs für ihren „reichen Mezzo“, ihre „meisterhafte Musikalität“ und „außergewöhnliche Bühnenpräsenz“ gefeiert. Aus einem kleinen Dorf in Moldawien schaffte es die Sopranistin Valentina Nafornita nach dem Gewinn des renommierten BBC Cardiff Singer of the World-Wettbewerbs 2011 ins Ensemble der Wiener Staatsoper.

In den großen tragischen Baritonpartien der russischen Oper und im italie­ni­schen Repertoire fühlt sich Boris Pinkhasovich zu Hause, der in seiner Heimatstadt St. Petersburg engagiert ist. Der junge Österreicher Martin Piskorski ließ im September 2016 an der Mailänder Scala als Tamino in Mozarts „Zauberflöte“ aufhorchen: Mit seiner perfekten Gesangstechnik, Eleganz und packenden szenischen Präsenz steht der Tenor am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere.

Mit dem Bass Giacomo Prestia, der weltweit an vielen großen Opernhäusern gastiert, bereichert ein vor allem im italienischen Repertoire äußerst erfahrener Sänger das Programm. Im italienischen Fach ist auch der russische Tenor Sergey Romanovsky zu Hause. Mit Spannung wird sein Debüt als Alfredo in Verdis „La traviata“ im Londoner Royal Opera House erwartet. Für Auf­sehen sorgt auch die junge südafrika­nische Sopranistin Golda Schultz, die schon bei den Salzburger Festspielen, an der Bayerischen Staatsoper und dem Opernhaus Zürich Erfolge feierte. Die Düsseldorfer Symphoniker begleiten die zehn Solisten unter der musikalischen Leitung von Philippe Auguin, der zu den gefragtesten Dirigenten weltweit gehört und seit 2010 die Washington National Opera leitet. Die künstlerische Gesamtleitung obliegt Dr. Alard von Rohr.