Logo des Festivals BAM!

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Aktuelle Alternative: BAM!

BAM! ist das Festival der alternativen Berliner Musiktheaterszene. Mit des Hauptstadtkulturfonds und Unterstützung der Schering- und der Rudolf-Augstein-Stiftung wird BAM! vom Verband „Zeitgenössisches Musiktheater Berlin“ veranstaltet, in dem sich das freie Musiktheater Berlins seit drei Jahren organisiert.

Berlin ist international eines der wichtigsten Zentren neuen Musiktheaters. Abseits seiner drei großen Opernhäuser entwickelte sich in relativ kurzer Zeit eine freie Musiktheaterszene, die ihresgleichen sucht. Wohl nirgendwo gibt es eine größere Anzahl von Ensembles, Gruppen und Einzelakteuren, die sich einem alternativen Musiktheater jenseits der Oper verschrieben haben.

BAM! bietet einen Marathon von 14 Uraufführungen, mehr als 30 Aufführungen und zwei Diskussionspanels. Das Festival ist eine Plattform, die erstmals eine größere Auswahl von freien Berliner Musiktheaterschaffenden vereint und zu einem Kaleidoskop kontrastierender Ausblicke auf ein Musiktheater unserer Tage zusammenfügt. BAM! findet an 13 Orten zwischen Oranienburger und Invalidenstraße in Berlin-Mitte statt, alle in Gehweite voneinander entfernt. Festivalgäste können von einer Aufführung zur nächsten taumeln, sich immer wieder neu begegnen und in der Festival-Lounge zum Austausch treffen. Elemente von Performance Art, Installation und immer wieder auch solche des Immersiven vereinen sich bei BAM! zu Theaterformen, die ihren Fokus im Klanglichen finden, theatrale und musikalische Erfahrung miteinander verschmelzen.

Theatergruppen kontrastieren im Festivalprogramm mit Musikensembles, die sich ins Interdisziplinäre wagen. Projekte, die den Weg zum Theater von der zeitgenössischen Musik her suchen, treffen sich mit solchen, die zunächst vom Theater aus gedacht sind und sich der Dekonstruktion und Rekomposition von überbrachtem musikalischem Material verschreiben. Eine Gemeinsamkeit vieler Produktionen des Festivals bildet das Bestreben, die abstrakte Formensprache des Musiktheaters der klassischen Avantgarde zu überwinden und zu Methoden eines selbstreflexiven neuen Erzählens zu finden. Unterschiedlichste Wege werden hierbei beschritten, fast immer richten sich vorhandene Narrative dabei auf soziale oder politische Problemstellungen unserer Zeit. Augenfällig dabei: Bei BAM! werden zwar keine Opern gespielt, aber fast ein Drittel der Projekte setzt sich auf diese oder jene Weise mit Oper auseinander. Jungen unabhängigen Musiktheatermacher kommt es heute offenbar darauf an, eine Brücke über die Kluft zwischen Oper und neuem Musiktheater zu schlagen.

Einen wichtigen Impuls bezieht BAM! aus der Besonderheit seines Areals. Renommierte Spielstätten der freien Szene finden in Berlin-Mitte zusammen mit letzten Bastionen alternativer Subkultur und sitespezifischer Bespielung von öffentlichem Raum. Die freie Musiktheaterszene Berlins – so zeigt es sich auch in diesem Zusammenhang – besitzt ein waches zeitpolitisches Bewusstsein: Die Arbeiten thematisieren die Geschichte und besonders die aktuelle Gentrifizierung dieses Viertels. BAM! wird so zu einem Festival nicht nur in, sondern auch über Berlin-Mitte.

Mit dabei sind das Ensemble Mosaik, glanz&krawall, Hauen und Stechen, gamut inc, Opera Lab Berlin, Katharina Haverich/Christopher Hotti Böhm, Solistenensemble Kaleidoskop, Neo Hülcker/Stellan Veloce, Maulwerker, Johannes Müller/Philine Rinnert, Kirsten Reese/David Wagner, Meriel Price, Francois Sarhan, Kötter/Seidl. Aufführungsorte und Partner sind: Sophiensaele, Werkhaus Heckmann-Höfe, Villa Elisabeth, St. Elisabeth-Kirche, Acker Stadt Palast, ACUD, Kunsthaus KuLe, Z-Bar, Club der Polnischen Versager, Galerie Martin Mertens, Buchladen Ocelot, HRD Bar Art House u.a. BAM! findet vom 20. bis zum 23. September statt.
 
www.bam-berlin.org