Musikfest Bremen auf dem Markt. Foto: fotoetage

Musikfest Bremen auf dem Markt. Foto: fotoetage

Attraktives Programm in Bremen

Wenn das Musikfest Bremen sein dreiwöchiges Programm präsentiert, gibt es von Orgel-Raritäten über große Sinfonik über Jazz-Stars bis zu konzertanter Oper alles zu hören, was das Ohr begehrt.

Unter der Leitung von Festival-Gründungsintendant Prof. Thomas Albert finden in diesem Jahr 38 Veranstaltungen in 29 Spielstätten in Bremen, Bremerhaven sowie an ausgewählten Spielorten im gesamten Nordwesten statt.

Musikalische Fährten in unterschiedlichste Richtungen quer durch Genres und Stile legt schon der Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ am 19. August mit 27 Konzerten in drei Zeitschienen rund um den illuminierten Marktplatz aus: Künstler wie das Orquestra de Cadaqués & Jaime Martín, Khatia Buniatishvili, das Vocalconsort Berlin, Il Giardino Armonico, das Duo Ferhan & Ferzan Önder, Julian Prégardien oder der Jazztrompeter Christian Scott aTunde Adjuah machen Lust auf drei Wochen mit herausragend guten Konzerten.

Mozart forever – auch in diesem Jahr stehen zwei Opern des Salzburger Komponisten auf dem Spielplan. Teodor Currentzis und MusicAeterna sind mit „La clemenza di Tito“ (25.08.) sowie Jérémie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie mit „Don Giovanni“ (01.09.) zu hören. Aber die beiden Dirigenten widmen sich mit ihren Ensembles außerdem auch Meisterwerken der sakralen Musik: Teodor Currentzis dirigiert Mozarts Requiem (23.08.), Jérémie Rohrer präsentiert Beethovens „Christus am Ölberge“ und Berlioz‘ „Messe solennelle“ (30.08.).

Für Liebhaber geistlicher Musik ist die Auswahl groß: Konzerte des Vocalconsort Berlin, das mit William Byrds „Mass for Five Voices“ an einen der großen Komponisten des Elisabethanischen Zeitalters erinnert (20.08., Langförden). Philippe Herreweghe und Collegium Vocale Gent, die anlässlich von Claudio Monteverdis 450. Geburtstag dessen Marienvesper zur Aufführung (22.08., Löningen) bringen. Das Concerto Romano und Alessandro Quarto mit Bernardo Pasquinis Passionsoratorium „La sete di Christo“ (25.08., Varel) sowie das Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble, Stephen Stubbs und Paul O’Dette mit der Matthäus-Passion des Königsberger Hofkapellmeisters Johann Sebastiani (31.08., Sendesaal Bremen).

Das Arp-Schnitger-Festival rückt vom 23. bis 27. August erneut prächtige Instrumente aus dem weltweit einmaligen Orgelparadies rund um Bremen in den Fokus (Norden, Hohenkirchen/Wangerland, Cappel und Grasberg), bevor zum Abschluss in Ganderkesee das Ensemble Weser-Renaissance Bremen Teile der Feierlichkeiten zum Jubelfest 1617 in Dresden anlässlich des 100. Reformationsjubiläums rekonstruiert.

Sinfonische Vielfalt versprechen das Orquestra de Cadaqués beim Schlossmusikfest in Jever (20.08., Jever), die Bremer Philharmoniker und Antonio Méndez mit Mischa Maisky (31.08., Glocke) oder die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die mit dem Pianisten Igor Levit und Dirigent David Zinman geballte Beethoven-Kompetenz auf die Bühne bringt (05.09.). Kammermusik verspricht der Klavierabend von Fazil Say (22.08.) genauso wie der Abend mit Brahms-Quintetten des Quatuor Ebène & Friends (08.09.).

Kein geringerer als Daniil Trifonov begleitet Matthias Goerne bei seinem Liederabend (04.09.), während sich Philippe Jaroussky und Nuria Rial unter der Leitung von Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L'Arpeggiata unter dem Titel „Händel goes wild“ mit Improvisationen über Händel-Kompositionen auseinandersetzen (06.09.). Open Air findet das „Summertime“-Konzert mit dem Metropole Orkest, Dee Dee Bridgewater und Kurt Elling statt (26.08.) und Musikfest Surprise lädt zu drei unkonventionellen Konzerten in die Bremer Überseestadt ein. Die Reihe stellt den japanischen Trompeter Takuya Kuroda (29.08.), Dee Dee Bridgewaters Hommage an ihre Heimatstadt Memphis (30.08.) sowie das junge Esegesi Percussion Quartet vor (31.08.). Das Format „Musikfest goes Overseas“ gestalten Kristjan Järvi und sein Absolute Ensemble − diesmal verstärkt durch die beiden Pianisten Francesco Tristano und Stefano Bollani (02.09.).

Mit zahlreichen Gastspielen präsentiert sich das Musikfest Bremen im gesamten Nordwesten: Aurich, Gödens/Sande, Papenburg, Rosengarten-Ehestorf und Sögel/Emsland erwarten die Akademie für Alte Musik & Michael Volle, Maurice Steger & Hille Perl & Olga Watts, Nemanja Radulović & Les Trilles du Diable, das Quatuor Arod und das Signum Saxophone Quartet sowie Skip Sempé. Zum Musikfest-Finale erwartet das Publikum ein prominentes Comeback: Nach fast 20 Jahren kommt das London Philharmonic Orchestra wieder nach Bremen, mit Vladimir Jurowski und dem Geiger Christian Tetzlaff (09.09.), bevor das Musikfest mit einem Sonderkonzert zum „Tag des offenen Denkmals“ in Oldenburg mit Valer Sabadus und dem Ensemble Nuovo Aspetto ausklingt (10.09.).