Auch die "Mittendrin"-Konzerte des Hausorchesters tragen zum Erfolg des Konzerthauses bei. Foto: Marco Borggreve

Auch die "Mittendrin"-Konzerte des Hausorchesters tragen zum Erfolg des Konzerthauses bei. Foto: Marco Borggreve

Auch Abo des Orchesters sehr gefragt

Die Einnahmen des Konzerthauses aus dem Ticketverkauf liegen bei mehr als 4,6 Millionen Euro. Gegenüber der Vorsaison ist der Erlös damit um 23,6% gestiegen.

Nach der Rekord-Saison 2016/17 schließt das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin das Jahr 2017 erneut mit Rekordzahlen ab: 355 Eigen-Veranstaltungen wurden von 191.300 Gästen besucht, der Besucherzuwachs beträgt 17,5% im Vergleich zum Vorjahr, die durchschnittliche Auslastung steigt auf 84,6%. Damit konnten die Zahlen der Saison 2016/17 - die besten seit Einführung der offiziellen Besucherstatistik - sogar noch übertroffen werden. Die Abo-Konzerte des Konzerthausorchesters im Großen Saal erzielen eine durchschnittliche Auslastung von 86,1%. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf liegen bei 4.652.200 Euro und damit um 23,6% über dem Erlös des Vorjahres. Auch dieser Wert sei der höchste jemals erzielte, jubelt die Presseabteilung des Hauses.  

„Es ist die größte Anerkennung, dass das Publikum unsere Begeisterung für neue Formate und Projekte mit uns teilt. Das Konzerthausorchester wurde als ‚Innovatives Orchester 2017‘ ausgezeichnet und unsere Webvideo-Serie #klangberlins fand weltweit Beachtung. Wir blicken mit Freude auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück“, so Intendant Sebastian Nordmann.  

Beim Festival USA im Februar 2017 brachte das Konzerthaus Berlin den „melting pot“ der US-Klangkulturen an den Gendarmenmarkt und erreichte eine Auslastung von 84,4%; insgesamt 12.584 Besucher hatten die Konzerte des kleinen Festivals. Die Hommage an den Pianisten Alfred Brendel bewegte im April 2017 mehr als 13.000 Besucher und erreichte eine Auslastung von 83,3%. Die insgesamt 19 Veranstaltungen der Hommage an „Slawa“ Rostropowitsch erreichten im November 11.556 Besucher, was einer Auslastung von 86,1% entspricht. Neu eingeführt wurden die Rush Hour Konzerte für Jazzfreunde (donnerstags um 18 Uhr), die alle ausverkauft waren. Das Konzerthaus lud 2017 zudem 3.584 Geflüchtete in seine Konzerte ein. 

Das Konzerthausorchester Berlin wurde von der Deutschen Orchester-Stiftung als „Innovatives Orchester 2017“ ausgezeichnet. Die 13-teilige Webvideo-Serie #klangberlins, in der das Konzerthausorchester Berlin-typische Momente vertont, sorgte im Netz mit über 3,5 Millionen Views weltweit für Aufmerksamkeit. Idee, Konzept sowie die Experimentierfreudigkeit des Konzerthausorchesters wurden mit dem „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“, „ADC Peaks“ als bestes YouTube-Video 2017 sowie als Finalist beim „Award of Montreux“ ausgezeichnet. Bei den „Cannes Corporate Media & TV Awards“ hat #klangberlins in der Kategorie Webisodes zudem den Goldenen Delphin gewonnen. 

Im Mai 2017 wurde die interaktive Augmented Reality-App „Konzerthaus Plus“ eingeführt, die gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft entwickelt wurde. Das dreijährige Projekt Virtuelles Konzerthaus wird durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert (EFRE). Der Fokus der Projektarbeit liegt darauf, neue Zugänge zur Klassik zu schaffen und interaktiv zu vermitteln.