Riccardo Chailly. Foto: Marco Borggreve

Riccardo Chailly. Foto: Marco Borggreve

Asientournee mit Chailly

Das Lucerne Festival Orchestra geht auf eine Asientournee. Unter den Mitgliedern des Orchesters sind wieder Musiker des Mahler Chamber Orchestra, des Hagen Quartetts und der Filarmonica della Scala.

Das Lucerne Festival Orchestra wird im Herbst erstmals mit seinem Chefdirigenten Riccardo Chailly zu einer Orchestertournee aufbrechen. Vom 6. bis 15. Oktober gastiert das Orchester zweimal in der Suntory Hall in Tokio (6. und 7. Oktober), wo es zuletzt 2006 unter der Leitung von Claudio Abbado gefeiert wurde. Das Lucerne Festival Orchestra tritt erstmals auch in der MUZA Kawasaki Symphony Hall in Kawasaki (8. Oktober) und in der Kyoto Concert Hall (9. Oktober) auf und debütiert anschliessend in Südkorea in der Lotte Concert Hall in Seoul (12. Ok­tober). Zum Abschluss der Reise sind zwei Konzerte im National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Peking zu erleben.

Dort trat das Orchester zuletzt 2009 auf, ebenfalls mit Claudio Abbado. Das erste der beiden Tournee-Konzertprogramme entspricht dem des Eröffnungskonzerts des Luzerner Festspielsommers am 11. August 2017 mit den drei Tondichtungen von Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30, Tod und Verklärung op. 24 und Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28. Das zweite Programm präsentiert die Egmont-Ouvertüre und die Achte Sinfonie von Ludwig van Beethoven, ausserdem Le Sacre du printemps von Igor Strawinsky.

Zu den Solisten des Orchesters auf dieser Asien-Tournee zählen unter anderen die Konzertmeister Gregory Ahss und Raphael Christ, der Bratschist Wolfram Christ, der Bassist Slawomir Grenda, der Flötist Jacques Zoon, der Oboist Lucas Macías Navarro, der Klarinettist Alessandro Carbonare, die Fagottisten Matthias Racz und Guilhaume Santana sowie der Hornist Ivo Gass, der Trompeter Reinhold Friedrich, der Posaunist Jörgen van Rijen und der Pauker Raymond Curfs.

Unter den Mitgliedern des Orchesters sind wieder Musiker des Mahler Chamber Orchestra, des Hagen Quartetts und der Filarmonica della Scala. Mit der Gründung des Lucerne Festival Orchestra knüpften Claudio Abbado und Michael Haefliger 2003 an die Geburtsstunde der Luzerner Festspiele im Jahr 1938 an, als Arturo Toscanini mit einem Concert de Gala gefeierte Virtuosen ihrer Zeit zu einem einzigartigen Eliteorchester vereinte.

Claudio Abbado lud Sommer für Sommer international renommierte Solisten, Kammermusiker und Musikprofessoren nach Luzern ein, das «Orchester der Freunde» etablierte sich weltweit als eines der führenden Sinfonieorchester. Mit Riccardo Chailly hat im Sommer 2016 einer der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit die künstlerische Leitung des Orchesters übernommen. Der 1953 geborene Mailänder ist dem Festival seit 1988 eng verbunden und gastierte hier mit zahlreichen Konzerten am Pult des Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und des Gewandhausorchesters Leipzig.