United Big Band aus Berlin. Foto: DMR, Dirk Ostermeier

United Big Band aus Berlin. Foto: DMR, Dirk Ostermeier

Ausgezeichnet: United Big Band aus Berlin

Das Treffen junger Bigbands ging in Frankfurt mit der Auszeichnung einiger Ensembles zu Ende. Gastgeber war der Deutsche Musikrat.

Die 16. Bundesbegegnung Jugend jazzt ist mit der „Jugend jazzt Night“ zu Ende gegangen. Mit dem „Jazzpreis des Deutschen Musikrats und der Hansahaus-Studios Bonn“ wurde die United Big Band aus Berlin unter der Leitung von Dr. Martin Burggaller und Martin Krümmling ausgezeichnet. Die Berliner Bigband darf sich nun auf eine zweitägige CD-Produktion plus Edit- und Mix-Tage in den Hansahaus-Studios Bonn freuen. Fünf weitere Jazzorchester erhielten Konzert- und Workshop-Preise:

Kons Bigband, Baden-Württemberg, Workshop-Preis des Sächsischen Musikrats e.V. Teilnahme an den „Jazzwelten Hoyerswerda“ mit Workshops und Weiterbildungen (8.-10.11.2019) plus Übernahme der Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung

The Yellow Tone Orchestra, Rheinland-Pfalz, Konzertpreis des Eldenaer Jazz Evenings Konzertauftritt im Rahmen des „Eldenaer Jazz Evenings“ im Juli 2019 plus Übernahme der Reisekosten und Übernachtung bis max. 1.500 Euro

Nachwuchs-Bigband der Kunst- und Musikschule Brühl, Nordrhein-Westfalen, Konzertpreis der Eberbacher Jazztage „Jazz me“ Konzertauftritt im Rahmen der Eberbacher Jazztage „Jazz me“ im März 2019 plus 1.000 Euro Spesenpauschale

Tonspur, Niedersachsen, Konzertpreis der LAGJazz Rheinland-Pfalz Auftritt bei der 9. Koblenzer Jazznight 2018 (9. Juni 2018) plus 600 Euro Spesenpauschale

BAAGS – Bigband Goethe-Gymnasium Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, Sonderpreis der Union Deutscher Jazzmusiker, Eintägiger Workshop am Heimatort des Preisträger-Jazzorchesters mit UDJ-Dozent/in

Prof. Marko Lackner, Vorsitzender der fünfköpfigen Jury, kommentiert die eigene Wahl so: „Das Bemerkenswerte der diesjährigen Bundesbegegnung Jugend Jazzt war das durchwegs hervorragende Niveau aller 14 teilnehmenden Bigbands. So hatten alle Bands eine überzeugende Performance, und man konnte sie nur in Nuancen voneinander unterscheiden. Auch war der Begegnungsgedanke in diesem Jahr besonders deutlich zu spüren, was sich in den Konzerten in gegenseitigem Anfeuern und ehrlicher Wertschätzung äußerte. Für uns als Jury war es deshalb ein Vergnügen diese Bundesbegegnung zu begleiten, und wir konnten einige Preise an besonders herausragende Bigbands vergeben.“

Den Konzertpreis des Landes Jugend Jazz Orchesters Hessen gewannen Martin Löcken (Altsaxofon, Hamburg BIGBONDBAND) und Lennard Stünkel (Posaune, Niedersachsen TONSPUR). Sie hatten die Jury in den Wertungsspielen am Freitag mit ihren Improvisationen überzeugt und standen am Samstag gemeinsam mit dem Landes Jugend Jazz Orchester im Rahmen der „Jugend jazzt Night“ auf der Bühne des hr-Sendesaals. Die anwesende Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks, gratulierte in ihrem Grußwort den Teilnehmer-Bigbands und hob ihren Vorbildcharakter für die zahlreichen Jugend- und Schülerbigbands in Deutschland und für den musikalischen Nachwuchs insgesamt hervor.

In der Zeit vom 10. bis 12. Mai 2018 fand die 16. Bundesbegegnung Jugend jazzt in Frankfurt am Main statt. 14 Nachwuchs-Bigbands aus ganz Deutschland hatten die Chance, ihr Können vor einer renommierten Fachjury und dem Frankfurter Publikum unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmerbands, bestehend aus insgesamt rund 350 jungen Musikerinnen und Musikern im Alter von 11 bis 24 Jahren, hatten sich in den vorausgegangenen Landeswettbewerben für die Bundesbegegnung qualifiziert.

Die Bundesbegegnung Jugend jazzt fand erstmals 1997 statt. Seitdem trifft sich der Jazz-Nachwuchs jährlich in einer anderen Stadt zu Wertungsspielen, Sessions und Workshops – in den geraden Jahren steht der Wettbewerb den Bigbands offen, in den ungeraden Jahren den Jazzcombos bis maximal zehn Musikern. Die nächste Bundesbegegnung für Combos findet vom 30. Mai bis 01. Juni 2019 in Dortmund statt. Die Bigbands treffen sich 2020 wieder in Hamburg.