Bleibt in Leipzig: Ulf Schirmer. Foto: Tom Schulze

Bleibt in Leipzig: Ulf Schirmer. Foto: Tom Schulze

"Außerordentlich erfolgreich entwickelt"

Ulf Schirmer, seit 2009 Generalmusikdirektor in Leipzig und seit 2011 auch Generalintendant, bleibt bis 2022. Die Politik lobt den Zuschauerzuwachs unter seiner Leitung.

In der Ratsversammlung der Stadt Leipzig wurde Prof. Ulf Schirmer einstimmig als Intendant der Oper Leipzig bis Juli 2022 bestätigt. In dieser Funktion ist der 1959 in Eschenhausen bei Bremen geborene Dirigent bereits seit 2011 erfolgreich tätig. Zum Generalmusikdirektor des Hauses wurde er bereits in der Spielzeit 2009/10 ernannt.

Prof. Ulf Schirmer: »Ich freue mich sehr über die Bestätigung unserer Arbeit, das entgegengebrachte Vertrauen und den Willen der Stadt zur Kontinuität. Ich bin sicher, dass wir auch in den kommenden fünf Jahren eine ganze Reihe von künstlerischen Höhenpunkten für unser Publikum bereithalten werden.«

In der Begründung der Stadt Leipzig für die Verlängerung heißt es u.a.: »Die Oper Leipzig hat sich unter dem Intendanten, Herrn Prof. Schirmer, außerordentlich erfolgreich entwickelt. Die künstlerisch höchst anspruchsvollen Inszenierungen mit stets international renommierten Besetzungen, insbesondere in der Sparte Oper, haben die Oper Leipzig wieder zu einem der attraktivsten Opernhäuser Deutschlands werden lassen. Das Repertoire wurde ausgewogen erweitert und ergänzt, so dass die Oper Leipzig auch beim Publikum – lokal, regional, national und international – wieder sehr hohe Akzeptanz und Anerkennung findet. Diese qualitative Entwicklung lässt sich quantitativ untersetzen. Mit Beginn der Intendanz von Herrn Prof. Schirmer in der Saison 2011/12 wurde eine Gesamtbesucherzahl von 154.516 Zuschauern gezählt. Im Jahr 2016 nahmen 189.316 Zuschauer die Spielplanangebote der Oper Leipzig wahr - ein Ergebnis, das seit über 15 Jahren nicht erreicht werden konnte. [...]

Nach vierzigjähriger Abstinenz wurde ›Der Ring des Nibelungen‹ des in Leipzig geborenen Komponisten Richard Wagner im April 2016 vollendet. Für die ersten beiden ›Ring‹-Zyklen kamen insgesamt 35% der Besucher aus dem Ausland, 45 % aus dem Bundesgebiet. In der Spielzeit 2015/16 wurde 1/5 der Umsätze durch Eintrittsgelder über das Wagner-Repertoire generiert.

Auch die Musikalische Komödie konnte unter der Intendanz von Herrn Prof. Schirmer wieder fest in der Leipziger Kulturlandschaft verankert werden. Mit der Eröffnung eines neuen Funktionsgebäudes im Februar 2016 und der städtischen Zusage einer sukzessiven Sanierung der Musikalischen Komödie konnte eine lange währende Schließungs- und Strukturdebatte um eines der letzten eigenständigen Operetten- und Musicaltheater Deutschlands beendet werden. [...]

Die wachsende Bedeutung der Oper Leipzig als kultureller Kristallationspunkt in der Kulturstadt Leipzig verstärkt Leipzigs Attraktivität als Reiseziel im Städte- und Kulturtourismus. Diesen Aspekt würdigte die Leipziger Tourismus und Marketing Gesellschaft im Jahr 2016, indem sie Herrn Prof. Schirmer mit dem Tourismuspreis auszeichnete.«