Pianist Christopher Park. Foto: Michael Dannenmann

Pianist Christopher Park. Foto: Michael Dannenmann

Baden-Baden präsentiert jungen Pianisten

Als "Wahnsinnstyp" kündigt das Festspielhaus Baden-Baden den Nachwuchspianisten Christopher Park an, da er Strawinskys Petruschka-Paraphrasen spielt (ein Halsbrechstück, das "nur die kühnen Pianisten in den Fingern haben").

„Der Pianist Christopher Park begeistert mit einer faszinierenden technischen Souveränität, einer unglaublichen musikalischen Reife und einer besonders intensiven Spielkultur.“ So begründete die Jury der Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival ihre Entscheidung, den jungen Deutsch-Koreaner zum Preisträger des renommierten Leonard Bernstein Award 2014 zu küren.

Damit reiht er sich in die Riege namhafter Musiker wie Lang Lang, Lisa Batiashvili oder Martin Grubinger, die nach der Verleihung dieses international begehrten Preises ihre Karrieren starteten. Für die Spielzeit 2016/2017 ist Christopher Park von der European Concert Hall Organization (ECHO) als „Rising Star“ ausgewählt worden, was ihm ermöglicht, in den renommierten Konzerthäusern wie Amsterdam, London und Paris aufzutreten. Der Newcomer wird am Sonntag, 8. Januar 2017, um 11 Uhr auch dem Festspielhaus in Baden-Baden einen Besuch abstatten.

Christopher Park hat für sein Baden-Badener Debüt Igor Strawinskys „Trois Mouvements de Pétrouchka“ im Gepäck, eine dreiteilige Klaviersuite nach der gleichnamigen Ballettmusik. Der Pianist Arthur Rubinstein hat Strawinsky um ein Arrangement der Ballettmusik für Klavier gebeten und zahlte dafür „das fürstliche Honorar von 5000 Franken.“ Rubinstein feierte mit den Klavierstücken um die plötzlich zum Leben erwachte Holzpuppe Petruschka einen seiner größten Triumphe – obwohl diese Musik bisweilen an die Grenzen der Spielbarkeit vorstößt.

Bevor er das jüngste Klavierwerk mit dem Titel „Trurl-Tichy-Tinkle“ der Österreicherin Olga Neuwirth vorstellt, widmet sich Christopher Park einem echten Klassiker des Klavierrepertoires: Ludwig van Beethovens G-Dur-Sonate op. 14 Nr. 2.

Ebenfalls auf dem Programm: Robert Schumanns Fantasie C-Dur op. 17. Der Widmungsträger Franz Liszt reagierte mit Begeisterung auf das Stück. Nicht weniger begeistert zeigte sich Clara Schumann, die ihrem Mann schrieb: „Gestern hab ich Deine wunderherrliche Fantasie erhalten – ich bin noch heute halb krank vor Entzücken.“