Hartmut Haenchen auf Erlösungstour in Bayreuth. Foto: Thomas Brill

Hartmut Haenchen auf Erlösungstour in Bayreuth. Foto: Thomas Brill

Bayreuth-Debut für Hartmut Haenchen

Würden die Bayreuther Festspiele auch bei Nelsons oder Thielemann schreiben, sie seien "renommiert"? Sicher nicht. Bei Hartmut Haenchen, der nun den Parsifal übernimmt, schien es angezeigt.

Vom Grünen Hügel hallen heute folgende Zeilen: Der renommierte Dirigent Hartmut Haenchen übernimmt die Musikalische Leitung der Neuinszenierung „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen 2016.

Die Festspielleitung freut sich sehr, dass es gelungen ist, mit Hartmut Haenchen einen ebenso spannenden Künstler wie leidenschaftlichen Musiker zu gewinnen, dem das Werk Wagners in ganz besonderem Maße vertraut ist. Festspielleiterin Katharina Wagner sagt: „Ich bin Maestro Haenchen sehr dankbar, dass er sich kurzfristig bereit erklärte, das Dirigat der Neuproduktion zu übernehmen und freue mich auf sein erstes Mitwirken bei den Bayreuther Festspielen.“ In Hartmut Haenchens musikalischer Biografie nimmt „Parsifal“ einen wichtigen Platz ein: „In der DDR war ‚Parsifal‘ verboten. Herbert Kegel brach dieses ‚Verbot‘ mit einer konzertanten Aufführung. Ich war der zweite Dirigent, der eine szenische Aufführung als Chefdirigent der Mecklenburgischen Staatskapelle durchsetzen wollte. Die szenische Aufführung wurde verboten, es wurden konzertante Aufführungen. Dann inszenierte Harry Kupfer ‚Parsifal‘ an der Berliner Staatsoper. Ich dirigierte dort zwei Vorstellungen (ausverkauft an Stasileute, damit das normale Publikum nicht hineinkonnte). Dann dirigierte ich die Götz-Friedrich-Produktion in Stuttgart. Danach kam Amsterdam zweimal (Grüber), Paris (Warlikowski), Kopenhagen (Warner), Brüssel (Castelucci; auch auf DVD erschienen)“, teilt der Dirigent selbst mit. www.haenchen.net