Ausgezeichnet: das Bayerische Staatsorchester. Foto: Myrzik und Jarisch

Ausgezeichnet: das Bayerische Staatsorchester. Foto: Myrzik und Jarisch

"Beglückende Erweiterung des musikalischen Idioms"

Die Auszeichnung als „Orchester des Jahres" von Deutschlandfunk Kultur geht in diesem Jahr an das Bayerische Staatsorchester. Der nationale Hörfunk würdigt damit die musikalische Exzellenz, die Spielkultur und eine herausragende Konzertdramaturgie des Ensembles der Bayerischen Staatsoper.

In den kommenden Monaten begleitet Deutschlandfunk Kultur das Orchester der Bayerischen Staatsoper, überträgt Konzerte und stellt die künstlerische Arbeit vor. Den Auftakt markiert die Sendung „Musik im Gespräch" am Donnerstag, den 25. Mai, von 13:07 Uhr bis 17:00 Uhr, in der Kontrabassist und Orchestervorstand Andreas Riepl und Geiger und Geschäftsführer der Konzertgesellschaft des Staatsorchesters, Guido Gärtner, den Wandel des Ensembles von der „Münchner Hofmusik" zum modernen Opern- und Konzertorchester nachzeichnen. 

Dr. Hans Dieter Heimendahl, Programmchef von Deutschlandfunk Kultur, erläutert die Wahl für 2017: „Das Bayerische Staatsorchester steht für höchste Spielkultur, eine aufregende Konzertdramaturgie mit einem beziehungsreichen Miteinander von Werken verschiedenster Epochen – und für einen ausgesprochen gelungenen Spagat zwischen wacher, reaktionsschneller Arbeit als Opernorchester und einem fulminanten Auftritt auf der Konzertbühne.

Gleichzeitig steht das Orchester auch für programmatischen Wandel und Erneuerungsbereitschaft: Der traditionsreiche Klangkörper sieht seine jahrhundertealte Tradition als Verpflichtung zur Weiterentwicklung und zur programmatischen Evolution. Generalmusikdirektor Kirill Petrenko hat das Orchester mit Visionskraft und Akribie zu einer beglückenden Erweiterung seines musikalischen Idioms beflügelt – hierfür stehen eindringliche Interpretationen, etwa von Tschaikowskis 5. Sinfonie – klangprächtig Pate."