Bereits 180 Veröffentlichungen unterstützt

Mit Zuschüssen zwischen 3.000 und 10.000 Euro unterstützt Hamburg seit 2010 Musikveröffentlichungen kleiner Hamburger Labels. Mit diesem bundesweit einmaligen Programm wird die engagierte Arbeit dieser Musiklabels gewürdigt.

Für viele, überwiegend kleine Musikfirmen in Hamburg, stellt es ein hohes Risiko dar, kontinuierlich in den Aufbau von Künstlern zu investieren. Gerade die Arbeit mit verschiedenen und teils noch wenig bekannten Künstlern bildet aber den Nährboden für die musikalische Vielfalt in der Musikstadt Hamburg. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Förderung bewirkt eine Stärkung der Hamburger Musikwirtschaft über die unmittelbar begünstigten Labels hinaus und hilft Künstlerinnen und Künstlern gerade auch zu Beginn ihrer Karriere."  

Gefördert werden können sogenannte Kleinstunternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Hamburg, unabhängig davon, ob es sich um bereits etablierte oder junge, noch weniger renommierte Labels handelt. Um sicherzustellen, dass ausschließlich gut geplante und vielversprechende Vorhaben eine Förderung erhalten, berät ein achtköpfiges mit Branchenvertretern besetztes Fachgremium die Behörde bei den Entscheidungen über die Mittelvergabe. Seit Einführung der Labelförderung im Jahr 2010 hat die Stadt bereits über 180 Veröffentlichungen aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres unterstützt. Die Bandbreite reicht vom Newcomer-Projekt bis zu Veröffentlichungen gestandener Künstler.  

Die Fördergelder können für den Produktionsprozess (zum Beispiel Aufnahme, Mix, Mastering und neuerdings begrenzt auch zur Finanzierung der Herstellungskosten von Tonträgern) oder für das Marketing beziehungsweise die Promotion (zum Beispiel Artwork/Design, Fotos/Videos, Print/Radio/Online/TV und neuerdings begrenzt auch zur Deckung von Promotion-Tour-Kosten) verwendet werden. Für 2017 können jetzt Anträge gestellt werden. Die Antragsfrist endet am Dienstag, dem 10. Oktober 2017 (Eingang des Antrags bei der Behörde für Kultur und Medien).