Concerto Melante. Foto: Alessandro Cappone

Concerto Melante. Foto: Alessandro Cappone

Berliner Philharmoniker auf Originalinstrumenten

Dass Mitglieder der Berliner Philharmoniker sich auch zu exquisiten Kammermusikensembles zusammenfinden, hat Tradition. Das Ensemble Concerto Melante geht einen Schritt weiter und hat sich auf Alte Musik spezialisiert.

Eine Woche nach den zwei großen Orchesterabenden der Berliner Philharmoniker findet die RuhrResidenz in der Philharmonie Essen einen bemerkenswerten Abschluss: Am Samstag, 4. März 2017, um 20 Uhr ist das exquisite Alte-Musik-Ensemble Concerto Melante in der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein" zu Gast. Zur Aufführung kommt Dietrich Buxtehudes Kantaten-Zyklus „Membra Jesu nostri", das größte oratorische Werk des Barockkomponisten.

In den sieben Einzelkantaten werden Füße, Knie, Hände, Seite, Brust, Herz und Gesicht des gekreuzigten Christus allegorisch gedeutet. Als Gesangssolisten wirken Barbora Kabátková (Sopran), Hana Blažiková (Sopran), Alex Potter (Countertenor), Charles Daniels (Tenor) und Harry van der Kamp (Bass) mit. Zwischen den Kantaten spielt das Gambenensemble Phantasm Zwischenmusiken von William Byrd, Christopher Tye, Henry Purcell und John Jenkins.

Gegründet wurde Concerto Melante 2008. Die künstlerische Leitung hat Raimar Orlovsky, Violinist der Berliner Philharmoniker. Die Musiker der Gruppe gehören zur Hälfte den Berliner Philharmonikern, zur Hälfte Ensembles der Alten Musik an. Der Name Concerto Melante nimmt Bezug auf den Komponisten Georg Philipp Telemann, der seinerzeit das einprägsame, italienisch klingende Pseudonym „Melante" als Anagramm aus den Silben seines Nachnamens bildete.