Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks. Foto: BR/Markus Konvalin

Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks. Foto: BR/Markus Konvalin

BR-Klassik bleibt im klassischen Radio

Eigentlich wollte der Bayerische Rundfunk die UKW-Frequenz seines Klassiksenders einem Jugendprogramm opfern. Nun aber lenkt der Sender ein.

Der Rundfunkrat hatte 2014 entschieden, dass BR-Klassik seine UKW-Frequenz für den Jugendsender PULS räumen sollte. BR-Klassik wäre dann zu einem reinen Digitalsender geworden. Klagen verzögerten das, zudem gab es öffentlichen Widerspruch, unter anderem von Mariss Jansons, dem Chefdirigenten des BR-Symphonieorchesters. Nun erklärte BR-Intendant Ulrich Wilhelm, man habe die Ziele, "die jungen Menschen vermehrt anzusprechen und eine flächendeckende DAB+ Versorgung herzustellen erreicht." 2014 hingegen habe es so ausgesehen, als würden dem Bayerischen Rundfunk die jungen Hörer abhanden kommen. Nun aber sei der Sender dank Bayern 3 in der Zielgruppe der 20- bis 29-Jährigen Marktführer.

Gleichzeitig sei die Verbreitung von BR-Klassik über Digitalradio (DAB+) mittlerweile so hoch geworden wie über UKW-Frequenz. In der Verbreitung von Digitalradios sei Bayern bundesweit an der Spitze. Da mittlerweile einige Sender mit der jungen Zielgruppe im digitalen Radio in Bayern präsent seien, sei dieses Umfeld auch für den Bayerischen Rundfunk und sein Jugendprogramm PULS deutlich interessanter.