Monika Grütters. Foto: Bundesregierung/Kugler

Monika Grütters. Foto: Bundesregierung/Kugler

Bund setzt Innovationsanreize

Ab der Saison 2017/18 unterstützt Kulturstaatsministerin Grütters bundesweit erstmals öffentlich finanzierte Orchester. Das Förderprogramm "Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland" soll Musikern Chancen für innovative Projekte bieten und "einen nachhaltigen Impuls in das deutsche Musikleben geben".

Die Orchesterlandschaft ist seit Jahrzehnten großen Veränderungen ausgesetzt. Das betrifft etwa die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Seiten der Träger - im Grundsatz sind das Länder und Kommunen. Aber auch demografische und strukturpolitische Entwicklungen wirken sich auf die Arbeit von Orchestern und deren Tätigkeitsfelder aus.

Hinzu kommen weitere Gründe. "Vielen Orchestern fehlen wegen angespannter Kommunalhaushalte Spielraum und Ressourcen, neue Wege auszuprobieren und sich wichtigen Zukunftsfragen der Gesellschaft und der Entwicklung der Musikkultur zu stellen", beschreibt Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Lage. Dieser Entwicklung trägt sie mit einem Förderprogramm über fünf Jahre Rechnung. Es soll Orchestern helfen, auf Veränderungen zu reagieren, neue Wege auszuprobieren. Die Förderung ist auf bundesweit herausragende und innovative Projektideen ausgerichtet.

Für Kulturstaatsministerin Grütters ist das Programm ein Beitrag, "die künstlerische Vielfalt der deutschen Orchesterlandschaft zu erhalten, die weltweit einmalig ist". Bund und Länder haben die deutsche Orchesterlandschaft in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Das Programm "Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland" richtet sich an öffentlich finanzierte Orchester, die das Musikleben in ihrer Stadt oder Region mit regelmäßigen Konzerten unterschiedlichster Formen gestalten. Es wurde vom Deutschen Bundestag beschlossen und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dem Modellprogramm stehen in der ersten Saison bis zu 5,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderungen in Höhe von 50.000 Euro bis maximal 450.000 Euro werden auf Vorschlag einer Jury vergeben.