Mitbegründer der Bundesärztephilharmonie Dr. Michael Scheele. Foto: privat

Mitbegründer der Bundesärztephilharmonie Dr. Michael Scheele. Foto: privat

Bundesärztephilharmonie vor Gründungskonzert

Ihrem ersten Konzert hat die neu gegründete Bundesärztephilharmonie ein eindeutiges Motto gegeben: An das Leben. Die Mediziner spielen zugunsten von "Ärzte ohne Grenzen" Werke von Magnard, Mihevc und Sibelius.

Das Konzert eines neuen Klangkörpers erwartet Musikfreunde am Montag, 3. Oktober, um 17 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle. Mit ihren 70 Musikern spielt die Bundesärztephilharmonie in ihrem Gründungskonzert Werke aus Finnland, Frankreich und Slowenien.

Zu Beginn erklingt Alberic Magnards „Chant funèbre“, ein Werk voll Tiefe, Schwermut, aber auch Liebe, ein sehr persönliches Requiem, das der französische Eigenbrötler Magnard seinem verstorbenen Vater gewidmet hatte. Es folgen Marko Mihevcs Ouvertüre und Tanzsuite aus „Baba Jaga“ – ein Kontrapunkt in Heiterkeit und Lebenslust. Dieses mitreißende Werk des aktuell vielleicht erfolgreichsten slowenischen Komponisten ist dem Dirigenten Jürgen Bruns gewidmet und wurde im Januar 2016 unter seiner Leitung uraufgeführt. Es wurde eigens für die Bundesärztephilharmonie neu instrumentiert.

Nach der Pause erklingt Jean Sibelius 2. Sinfonie. Das 1902 in Helsinki uraufgeführte Werk formt sich aus seinem ruhigen Anfang stetig steigernd hin zu seinem dramatischen, allumfassenden Finale und steht für Sibelius Musiksprache des ernsten Pathos, der Naturverbundenheit und einer kraftvollen, herben Klangfarbe. Die drei Werke hat die Bundesärztephilharmonie zusammengefasst und unter die Überschrift  „An das Leben" gestellt. 

Die unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Bundesärztekammer Prof. Dr. Frank-Ulrich Montgomery neu gegründete Bundesärztephilharmonie besteht fast ausschließlich aus Musikern aus ganz Deutschland, die im Hauptberuf Ärzte sind. Was sich hier gefunden hat, sind leidenschaftliche Instrumentalisten, die auf einem hohen Niveau musizieren. Die einzelnen Mitglieder des circa 70 Personen starken Orchesters spielen in einer Vielzahl von Orchestern in ganz Deutschland und kommen eigens für das Gründungskonzert im Vorfeld in den Norden, um gemeinsam zu proben.

Die musikalische Leitung übernimmt Jürgen Bruns, künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Kammersymphonie Berlin und Chefdirigent des KOS Ljubljana. Durch den Abend führt die Moderatorin Eva Schramm. Die Schirmherrschaft für das Gründungskonzert übernimmt die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Hansestadt Hamburg Cornelia Prüfer-Storcks.