Riccardo Chailly. Foto: Gert Mothes

Riccardo Chailly. Foto: Gert Mothes

Cherubini, der Sinfoniker

Italienisch-schwungvoll geht es im ersten großen Orchesterkonzert der neuen Saison in der Philharmonie Essen zu: mit dem Ex-Leipziger Riccardo Chailly und dem Orchester der Scala.

Authentischer kann dieses Programm wohl kaum präsentiert werden: Der gebürtige Mailänder Riccardo Chailly dirigiert das Orchester des vielleicht berühmtesten Opernhauses der Welt, der Mailänder Scala. Am Samstag, 24. September 2016, um 20 Uhr erklingen neben Gioacchino Rossinis mitreißender Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ auch Giuseppe Verdis „Die vier Jahreszeiten“ aus der Oper „Die sizilianische Vesper“ sowie die Konzertouvertüre G-Dur und die Sinfonie D-Dur von Luigi Cherubini.

Elf Jahre lang war Riccardo Chailly Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Als er jedoch das Angebot bekam, an die Scala zu wechseln, konnte er einfach nicht nein sagen. In Mailand ist er geboren, in Mailand hat er studiert, in Mailand wurde er mit nur 21 Jahren Assistent an der Scala unter Claudio Abbado. Und als Chailly im Dezember 2015 dort die Saison eröffnete, jubelte die Presse über einen Dirigenten, der endlich Belcanto und Italianità ins renommierte Opernhaus zurückgebracht habe.