Lili Boulanger

Lili Boulanger

Chormusik von Lili Boulanger

„Lili Boulanger vermag es, unglaubliche Atmosphären entstehen zu lassen und schildert in ihren Liedern sowohl die Weite und Friedfertigkeit der Natur als auch deren Bedrohung."

Als erste Frau in der Geschichte gewann sie den heißbegehrten Rompreis für junge französische Komponisten. In Pariser Künstlerkreisen um Gabriel Fauré und Maurice Ravel war sie aufgrund ihrer Begabung und ihres Charismas hoch angesehen. Ihre Lieder zeugen von höchster Originalität und verbinden impressionistisches Farbspiel mit expressionistischer Dringlichkeit. Eine Musik, die mehr als nur eine Ahnung davon gibt, was der Musikwelt 1918 verloren ging, als Lili Boulanger mit nur 24 Jahren starb. 

Der RIAS Kammerchor mit Dirigent Michael Alber und Pianist Phillip Moll widmen der französischen Komponistin am 14. Oktober 2016 im Kammermusiksaal der Philharmonie einen Konzertabend. Im Zentrum stehen sieben Lieder von Lili Boulanger. Werke von Paul Hindemith, Arnold Schönberg, György Ligeti, Max Reger, Edward Elgar sowie Frederick Delius greifen ähnliche Aspekte und Facetten wie in Boulangers Musik auf und verorten diese auf individuelle Art und Weise.

Eine außergewöhnliche Reise in die Musikwelt des beginnenden 20. Jahrhunderts für Dirigent Michael Alber: „Es ist ein langer Traum von mir, diese selten gehörte und gesungene Musik von Lili Boulanger mit dem RIAS Kammerchor zu realisieren“, gesteht Michael Alber und spricht voller Begeisterung über die französische Ausnahmekünstlerin. „Lili Boulanger vermag es, unglaubliche Atmosphären entstehen zu lassen und schildert in ihren Liedern sowohl die Weite und Friedfertigkeit der Natur als auch deren Bedrohung. Schillernde Harmonien lassen vor dem inneren Auge des Zuhörers Naturbilder entstehen, die nahezu körperlich erfahrbar sind. Es lohnt sich, diese schöne Musik zu entdecken!“