Szene aus der Oper Clara. Foto Jochen Klenk

Szene aus der Oper Clara. Foto Jochen Klenk

Clara - die Oper zur Komponistin

Eine Oper über Beethoven zum Beethovenjahr? Schwer denkbar. Aber mit Clara Schumann kann man es ja machen. Soweit der Genderbeitrag aus Baden-Baden.

Die Musikwelt feiert 2019 Clara Schumanns 200. Geburtstag und im Rahmen der Osterfestspiele des Festspielhauses kommt Victoria Bonds in Baden-Baden komponierte Oper „Clara" am 14. April 2019, 14 Uhr, im Theater Baden-Baden zur Uraufführung.  

„Ohne Musik ist kein Sein." Clara Schumann lebte und kämpfte für die Musik – als musikalisches Wunderkind avancierte sie Mitte des 19. Jahrhunderts zur größten Pianistin ihrer Zeit. Sie war Pianistin und Komponistin, aber auch Mutter, Ehefrau und Tochter. Zehn Jahre lang, von 1863 bis 1873, lebte sie in Baden-Baden. Die amerikanische Komponistin Victoria Bond (*1945) hat 2014 während eines Studienaufenthalts im Baden-Badener Brahmshaus, dem Sommerhaus Johannes Brahms', eine Kammeroper über die berühmte Musikerin, die mit Johannes Brahms befreundet war und nach dem Tod ihres Mannes Robert Schumann viele Sommer in der Stadt verbrachte, komponiert: Sie erzählt vom musikalischen Drill durch den Vater über ein Familienleben zwischen Kindererziehung und Konzertreisen bis zum tragischen Tod ihrer großen Liebe Robert Schumann.

Das junge Frauenteam um Regisseurin Carmen C. Kruse beleuchtet nicht nur Clara Schumanns Leben, sondern auch die zentralen Fragen des Künstler-Seins im Kontext gesellschaftlicher und persönlicher Erwartungshaltungen. In einer Seelen- und Naturlandschaft, die allen die gleichen Grundvoraussetzungen für die persönliche und künstlerische Entwicklung bietet, handeln die sieben historischen Figuren die für sie existentiellen Fragen aus: Wofür lebe ich und was bleibt von mir?  

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