Daniil Trifonov. Foto: Jean-Baptiste Millot

Daniil Trifonov. Foto: Jean-Baptiste Millot

Daniil Trifonov, Komponist

Komponist und Pianist Daniil Trifonov bringt in Verbier sein erstes eigenes Klavierkonzert zur Europäischen Erstaufführung.

Das Verbier Festival verkündet, am 31. Juli den Pianisten Daniil Trifonov mit seinem ersten eigenen Klavierkonzert begrüßen zu können, einem Werk, das in Europa vorher noch nie zu hören war.   
Bei dem Konzert in der Salle des Combins spielen der russische Pianist und die Musiker des Verbier Festival Chamber Orchestra (VFCO) unter der Leitung ihres Chefdirigenten, des Ungarn Gábor Takács-Nagy. Am selben Abend werden zwei Werke von Schostakowitsch und Tschaikowski interpretiert: „Hamlet“ und die „Kleinrussische Sinfonie“.

Trifonovs zwischen 2013 und 2014 komponiertes Klavierkonzert in es-Moll dauert etwa vierzig Minuten. Der erste Satz, mit seinen kontrastreichen Stimmungen und Melodien, endet stürmisch. Weiter geht es mit einem von Klarinetten und Streichern eingeleiteten Andante, gefolgt von einem viruosen Schlusssatz.

Daniil Trifonov hat sein Werk bereits im April 2014 vor dem Publikum des Cleveland Institute of Music gespielt. Nach der Europäischen Erstaufführung in Verbier wird er das Werk im November 2016 in Kansas City (Missouri) aufführen, im November 2017 mit dem Detroit Symphony Orchestra und Leonard Slatkin und anschließend mit Valery Gergiev und dem Mariinski Orchestra in der Carnegie Hall.

Das Konzert passt perfekt in die Philosophie des Verbier Festivals, dem die Unterstützung junger Talente besonders am Herzen liegt. „Für mich ist es ganz wesentlich, zu verstehen, auf welche Art jeder Künstler sich selbst verwirklichen möchte“, so Martin Engstroem. „Ich versuche, den Künstlern so gut es geht dabei zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen. Daniil Trifonov möchte schon seit vielen Jahren selbst komponieren und ich freue mich sehr, ihm nun die Gelegenheit bieten zu können, beim Verbier Festival vor einem vertrauten Publikum zu spielen.“ Der Künstler weiß dies zu schätzen: „Ich bin sehr froh, mein Konzert vor einem solchen Publikum spielen zu können“, sagt er. „Ich hoffe, dass meine Musik die Menschen so erreichen wird, wie ich es mir wünsche.“

Als perfekte Symbolfigur der „Generation Verbier“ hat Daniil Trifonov Klavier und Komposition studiert und ist unter Künstlern aufgewachsen, da sein Vater selbst Komponist war. 2012 wurde er erstmals zum Verbier Festival eingeladen. Als Preisträger renommierter internationaler Wettbewerbe (Internationaler Tschaikowski-Wettbewerb 2011) ist er seitdem zur großen Freude seiner Zuhörer jedes Jahr nach Verbier zurückgekehrt. Er wird zusätzlich am 24. Juli in einem Solokonzert und am 29. Juli an der Seite von Leonidas Kavakos und Gautier Capuçon zu hören sein.
 
Dieses Konzert ist eines der Höhepunkte des 23. Verbier Festivals. Jeden Sommer versammelt das Festival gut zwei Wochen lang etwa 80 namhafte internationale Solisten und 300 sorgfältig ausgewählte junge Musiker. Themenabende, mythische Opern (Bizets „Carmen“, Verdis „Falstaff“), Sinfoniekonzerte und Kammermusik – das sind die Eckdaten der kommenden Ausgabe, die vom 22. Juli bis zum 7. August stattfindet.