Gasteig-Ausweichquartier: Standort Sendling (Vogelperspektive). Bild: Allmann Sattler Wappner Architekten

Gasteig-Ausweichquartier: Standort Sendling (Vogelperspektive). Bild: Allmann Sattler Wappner Architekten

"Das Areal ist ein Glücksfall"

Der Aufsichtsrat der Gasteig München GmbH spricht sich in einer Sondersitzung einstimmig für das Stadtwerke-Areal am Heizkraftwerk Süd als Standort für die Einrichtungen des Gasteig während der notwendigen Sanierung aus.

Wie vom Münchner Stadtrat empfohlen, hat die Gasteig München GmbH in den vergangenen zwei Jahren mehr als 35 Möglichkeiten im Stadtgebiet untersucht, die vielfältigen Einrichtungen des Gasteig während der anstehenden Generalsanierung des Kulturzentrums unterzubringen. Mit seiner Zustimmung zum Stadtwerke-Gelände an der Hans-Preißinger-Straße in Sendling folgt der Aufsichtsrat der Argumentation des Gasteig, dass dieser Standort neben vielen anderen Vorteilen als einziger eine Unterbringung aller im Gasteig ansässigen Institute unter einem Dach ermöglicht.

„Die intensive Suche hat sich gelohnt“, sagt Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner. „Das von den Stadtwerken angebotene Areal ist ein Glücksfall und erfüllt ganz viele Kriterien. Es ist zentral gelegen und gut zu erreichen. Vor allem aber kann dort die einzigartige Mischung erhalten werden, die den Gasteig ausmacht und jeden Tag so viele Besucherinnen und Besucher quer durch die Gesellschaft anzieht. Mit der heutigen Zustimmung des Aufsichtsrats sind wir unserem Ziel, ein für alle Nutzer des Gasteig hochwertiges und funktionales Quartier während der Sanierung zu finden, wieder ein gutes Stück näher gekommen.“

Der Zustimmung des Aufsichtsrats ging die Präsentation einer Machbarkeitsstudie von Architekten, Stadtplanern, Akustikern und Statikern voran. Diese hatten für das Areal verschiedene Szenarien geprüft. Als Ergebnis empfehlen die Experten ein Szenario, in dem nicht nur ein Konzertsaal auf dem Gelände Platz findet, sondern auch die Münchner Stadtbibliothek, die Münchner Volkshochschule, die Münchner Philharmoniker sowie die Hochschule für Musik in den vorhandenen Gebäuden umfassend untergebracht werden können.

Der Konzertsaal könnte in Holzmodulbauweise als „Ersatz-Philharmonie“ auf dem Gelände neu entstehen – als „Zwillingsbau“ direkt neben der ehemaligen Trafo-Lagerhalle der Stadtwerke. Die Trafo-Halle, die unter Denkmalschutz steht, könnte dann zum einen als Foyer und Garderobenbereich für den Konzertsaal dienen, zum anderen aber auch als „Forum“ zur zentralen Anlaufstelle des Gasteig werden, die von allen Institutionen gemeinsam genutzt wird. Zusammen mit den bestehenden Gebäuden auf dem Areal könnten, so die Studie, 95 Prozent der von den Gasteig-Institutionen benötigten Fläche auf dem Gelände an der Ecke Brudermühl- und Schäftlarnstraße untergebracht werden. Das Areal könnte sowohl zur Stadt wie auch zur Isar hin großzügig geöffnet werden und in Sendling einen neuen attraktiven Standort entstehen lassen.

Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner wird prüfen, welche derzeitigen Nutzungen auf dem Gelände erhalten werden können. Die Entscheidung über den Standort des Gasteig während der Generalsanierung wird der Münchner Stadtrat voraussichtlich noch in diesem Jahr treffen.

Bürgermeister Josef Schmid: „Als Aufsichtsratsvorsitzender der Gasteig München GmbH begrüße ich die Entscheidung zugunsten des SWM-Areals. Ich möchte Florian Bieberbach und den SWM für ihre Kooperationsbereitschaft danken. Der Standort bietet die einmalige Chance, die für die Münchner Stadtgesellschaft so wichtigen Einrichtungen des Gasteig an einem gemeinsamen Ort unterzubringen. Gemeinsam mit der Gasteig GmbH und den SWM werden wir den Dialog mit den derzeitigen Zwischenmietern fortführen und die Vertreter der Zwischenmieter über die Entscheidung des Aufsichtsrates informieren."

Werner Albrecht, SWM Geschäftsführer Personal und Soziales und verantwortlich für den Immobilienbereich der SWM: „Wir freuen uns, mit dem Areal Hans-Preißinger-Straße dem Gasteig ein sehr gut geeignetes Interimsquartier in einzigartiger Lage anbieten zu können, wenn sich dadurch auch die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung hin zu einem Wohnquartier an den Isarauen verzögert. Schön ist es, dass der Gasteig in seinen Planungen die Bestandsgebäude berücksichtigen will.“