Noch ein Echo für Christiane Karg. Bild: Gisela Schenker

Noch ein Echo für Christiane Karg. Bild: Gisela Schenker

Das Echo des Euro

Es ist wieder soweit: Die Klassikbranche puscht ihre bestverkauften Produkte und natürlich die Künstler, die dahinter stehen. Und Thomas Gottschalk moderiert die Show am 9. Oktober im Konzerthaus Berlin.

And the Winner is: Streng genommen sind es 57 Gewinner und noch strenger genommen viel mehr Menschen, denn hinter jedem gut verkauften Bild-/Tonträger steht immer eine ganze Mannschaft. Manche Namen aber leuchten natürlich ganz besonders heraus aus der Schar der best verkauften Produktionen.

Anna Netrebko etwa, deren Lady Macbeth erfolgreich war, Philippe Jaroussky, der es geschafft hat, sich im mittlerweile dicht besetzten Feld der Counter einen besonderen Namen zu machen. Auch Grigory Sokolov ist dabei, Sol Gabetta, Pinchas Zukerman, die Berliner Philharmoniker, German Brass, Jordi Savall und sein Ensemble und viele Solisten und Kolletive mehr.

Neben der Kategorie der Persönlichkeiten gibt es beim Echo-Preis auch die der bestverkauften Einspielungen. Da taucht dann auch ein Hagen-Quartett mit Mozart auf und manche Solisten wie Christiane Karg, deren Album "Scene" unter den Preisträgern ist. Sie gibt in einer ersten Reaktion einen Einblick in ihre Freude: „Diese Auszeichnung für mein Album 'Scene!' bedeutet mir sehr viel. In keinem meiner Alben steckt bislang soviel von mir selbst: angefangen von der Repertoire-Auswahl und der damit verbundenen Recherche-Arbeit bis hin zur endgültigen Gestaltung. Der gesamte Entstehungsprozess einer solchen Platte und die Zusammenarbeit mit meinen geschätzten Kollegen Malcolm Martineau, Alina Pogostkina, Jonathan Cohen und seinem wunderbaren Ensemble Arcangelo sowie mit Gisela Schenker waren etwas ganz Besonderes. Dass dies nun mit einem ECHO gewürdigt wird, ist eine große Ehre für mich und meine Mitstreiter."

Wessen Lebenswerk gewürdigt wird, hat die Phonoakadmie noch nicht verkündet. Bestseller des Jahres ist Jonas Kaufmann mit seinem Puccini-Album "Nessun dorma". Ebenfalls ausgezeichnet: Die Nachwuchsförderung des Klavier-Festivals Ruhr.