Wolfgang Amadeus Mozart, Detail eines Bildes von 1780/81 von Johann Nepomuk della Croce.

Wolfgang Amadeus Mozart, Detail eines Bildes von 1780/81 von Johann Nepomuk della Croce.

Das Ende bleibt die offene Frage

Ab dem 23. November sind der RIAS Kammerchor, René Jacobs und das Freiburger Barockorchester auf Tour. Stuttgart, Freiburg, Paris, Essen, Berlin und Zürich liegen bis zum 4. Dezember auf der Reiseroute. Im Gepäck: zwei besondere Messen von Mozart und Haydn.

René Jacobs beleuchtet Mozarts Requiem in all der Wucht und Zerbrechlichkeit, die dieser Torso bietet und setzt Mozarts Totenmesse die festliche Harmoniemesse von Joseph Haydn gegenüber, das letzte vollendete Werk des 70-jährigen Komponisten: „Ich versuche, die theologischen Hintergründe der vertonten geistlichen Texte zu erfassen, wie schwierig das auch sein mag. Gott zu suchen ist wichtiger als Gott zu finden, weil er ungreifbar bleibt. Und ehrliche geistliche Musik von gottsuchenden Komponisten kann dabei helfen, davon bin ich überzeugt."
 
Mozart selbst konnte das Requiem nicht mehr vollenden, weshalb seine Witwe Constanze mehrere Schüler und befreundete Komponisten damit beauftragt hat, darunter auch Franz Xaver Süßmayr. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Bearbeitungsgeschichte neue Fahrt auf, da man zunehmend unzufrieden mit den damaligen Vervollständigungen war. Di
e nun erwartete Aufführung des Mozart Requiems mit René Jacobs präsentiert erstmals die Fassung von Pierre-Henri Dutron, die sich intensiv mit den Ergänzungen Süßmayrs auseinandersetzt, ohne eigene Wege zu scheuen.