Max Reger im Jahr 1908. Foto: Max Reger Institut

Max Reger im Jahr 1908. Foto: Max Reger Institut

Das große Vorbild Bach

Am 11. Mai 2016 jährt sich zum einhundertsten Mal der Todestag Max Regers. Pünktlich zu diesem Anlass vollendet OehmsClassics mit der vorliegenden CD-Box die insgesamt 16 CDs umfassende Gesamteinspielung aller seiner Orgelwerke.

Seit 2013, dem 140. Geburtsjubiläum des Komponisten, widmet sich das Label OehmsClassics in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk diesem umfangreichen Projekt. Die Reihe besteht aus vier Boxen mit jeweils vier CDs, die im Jahresrhythmus veröffentlicht wurden. Interpret der gesamten Serie ist der Nürnberger Organist Bernhard Buttmann.  

Max Reger, 1873 in der Oberpfalz geboren, ist einer der bedeutendsten deutschen Komponisten der Spätromantik. Wie viele seiner Zeitgenossen stand er im Schatten großer Namen wie Richard Strauss, Gustav Mahler, Hugo Wolf oder Arnold Schönberg.

Im Mittelpunkt dieser Abschluss-Veröffentlichung stehen die drei Großwerke opp. 73, 127 und 135b, die sich um eine Zäsur in Regers Orgelschaffen gruppieren. Op. 73 entstand 1903, nach einer achtjährigen Pause folgten die Opera 127 ff. Gemein ist allen Werken, dass sie von äußerst erfolgreichen Kompositionen Regers für andere Solo-Instrumente und Orchester umgeben sind.

Damit muss das gängige Bild des Orgelkomponisten, der noch allerlei Kammer- und Klaviermusik, Chor- und Orchesterwerke schuf, neu definiert werden. Es ist sicher keine bloße Spekulation, zu behaupten, dass ohne den Ersten Weltkrieg Regers internationaler Aufstieg in den Olymp der Musikgeschichte nicht unterbrochen worden wäre.

„Die erste Folge dieser Gesamtaufnahme macht also gespannt auf kommendes […]“, kommentierte FONO FORUM den Beginn der Reihe und unterstreicht zur zweiten Ausgabe: „Farbig und umsichtig registriert, entsteht ein Regerbild, das auch die empfindsamen Momente minutiös ausleuchtet.“  

Bernhard Buttmann ist seit 2002 Hauptkantor an St. Sebald in Nürnberg. Mit Regers Orgelwerken ist er im Gedenkjahr deutschlandweit zu hören, u.a. Pfarrkirche Marburg (16.04.), Auferstehungskirche Düsseldorf (20.04.), Universitätskirche Erlangen (28.04.), Marktkirche Wiesbaden (18.05.), Dom zu Trier (31.05.) und zu Mainz (06.08.).