Ausstellung im Foyer der Düsseldorfer Oper über Neubau und Sanierungen von Theatern. Foto: Daniel Senzek

Ausstellung im Foyer der Düsseldorfer Oper über Neubau und Sanierungen von Theatern. Foto: Daniel Senzek

Das Theater um die Theater

Mit einer Ausstellung zu europäischen Bühnenbauten der jüngsten Vergangenheit und einem Begleitprogramm lädt die Deutsche Oper am Rhein zur Beteiligung an der Neubau- bzw. Sanierungsdebatte über das Düsseldorfer Opernhaus ein.

Grundrisse, Fotografien und Basisfakten von elf Bauprojekten geben Orientierung und liefern Ideen zum Umgang mit den zahlreichen Herausforderungen an ein Opernhaus der Zukunft. Vorgestellt werden beispielsweise die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Bühnen Köln, das Düsseldorfer Schauspielhaus, die Elbphilharmonie Hamburg, die Den Norske Opera & Ballett in Oslo und das Musiktheater am Volksgarten in Linz. Als konkrete Vergleichsgrößen dienen deren Gesamtflächen mit einer Aufteilung in ihre Funktionsbereiche, Baukosten (Stand 2017) sowie Projektlaufzeiten.  

Die vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) 2018 erstmals in Frankfurt präsentierte Ausstellung zeigt Beispiele für Sanierungen historischer Anlagen sowie spektakuläre Neubauten, die zum Teil auch als Stadtentwicklungsbausteine gewirkt haben. Ein Begleitprogramm zur Ausstellung führt Experten aus Politik, Architektur, Kultur und Wirtschaft zusammen und lädt die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu Podiumsdiskussionen ein.  

Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Wir stehen in Düsseldorf vor einer wichtigen kulturpolitischen Entscheidung – soll die Oper saniert oder neu gebaut werden. Bei einer solch wichtigen Weichenstellung halte ich es für geboten, dass wir möglichst viele Perspektiven auf dieses Thema beleuchten. Dabei gilt es, die Zukunft des Musiktheaters genauso wie städtebauliche Konsequenzen für unsere Stadt im Blick zu behalten. Vor diesem Hintergrund begrüße ich es ausdrücklich, dass diese Ausstellung nicht nur in unserem Opernhaus gezeigt wird, sondern auch von öffentlichen Diskussionsforen begleitet wird."  

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: "Es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, sich im Rahmen einer Ausstellung über die Sanierung von Theaterbauten und über Theaterneubauten der letzten Jahre zu informieren. Düsseldorf steht vor einer wichtigen kulturpolitischen Entscheidung: Welche Oper braucht Düsseldorf in Zukunft?"    

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant: „Die Ausstellung zeigt sehr anschaulich, welche Lösungen für die zeitgemäßen Anforderungen an ein auch in der Zukunft für alle Besucherschichten attraktives Opernhaus gefunden werden können. Ein Opernhaus im Zentrum der Stadt, in dem Künste und das urbane Leben zusammentreffen können. Ein Haus, das sich schon durch seine Architektur den Menschen und der Gesellschaft öffnet. Die Oper der Zukunft als Ort der Partizipation und der Begegnung unterschiedlichster Disziplinen von Literatur, Wissenschaft, Kunst und digitalen Medien, die das Universum des Musiktheaters den Menschen vermittelt. Das Konzept „Oper für alle“ weitergedacht.“  

Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der DOR: „Ich freue mich sehr, dass es möglich war, diese Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt in das Düsseldorfer Opernhaus zu holen. Die dort vorgestellten Theaterbauten geben einen sehr anschaulichen Eindruck davon, was in den letzten Jahren technisch und visuell in den verschiedensten Städten umgesetzt wurde. So bekommt man ein objektives Bild davon, wo wir im nationalen und internationalen Vergleich mit unserem Haus derzeit stehen bzw. uns in Zukunft positionieren können.“ Die Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums im Opernhaus Düsseldorf ist zu sehen bis zum 14. Juli 2019.