Da in Englisch gesungen ohne englische Untertitel: Peter Grimes in Frankfurt (mit Vincent Wolfsteiner). Foto: Monika Rittershaus

Da in Englisch gesungen ohne englische Untertitel: Peter Grimes in Frankfurt (mit Vincent Wolfsteiner). Foto: Monika Rittershaus

"Das Vergnügen hat sich gesteigert"

Ihrem internationaler werdenden Publikum bietet die Frankfurter Oper jetzt auch Übertitel in Englisch. Laut Intendant Loebe stärkt das das Verständnis für die Bühnenhandlung.

Seit 1990 wurden fremdsprachig dargebotene Produktionen der Oper Frankfurt im Großen Haus mit deutschen Übertiteln gezeigt, später kamen dann auch alle deutsch gesungenen Werke hinzu. Anfangs wurde dieser Service vom Publikum recht kritisch wahrgenommen, doch hat er sich schon sehr bald durchgesetzt, da die Zuschauer dadurch den Aufführungen besser und vor allem unmittelbarer folgen können – in Frankfurt wie auch an anderen Bühnen.

Inzwischen ist die Übertitelung zumindest in der Landessprache und parallel dazu in verschiedenen Weltsprachen vor allem an den Opernhäusern der internationalen Metropolen nicht mehr wegzudenken.   Nun bietet ab sofort die Oper Frankfurt bei allen Aufführungen im Opernhaus parallel zur deutschen Übertitelung auch englische Übersetzungen auf der am oberen Bühnenportal mittig angebrachten Projektionstafel an. Ausnahmen sind die beiden konzertanten Aufführungen von Donizettis Roberto Devereux ab 2. Februar 2018, die – ohnehin auf Englisch gesungene – Wiederaufnahmeserie von Brittens Billy Budd ab 19. Mai 2018 sowie die in dieser Spielzeit geplanten restlichen Aufführungen der Serien von Verdis Il trovatore und Mozarts Die Entführung aus dem Serail.

Auf den seit Beginn der laufenden Spielzeit 2017/18 unter den Rangbalkonen angebrachten Monitoren, die das dort sitzende Publikum, welches keine Sicht auf die mittig angebrachte Tafel am Bühnenportal hat, in den Genuss der Übertitel kommen lässt, ist die Einblendung der englischen Übersetzung aus Platz- bzw. technischen Gründen leider nicht möglich.  

„Wir sehen die englischen Übertitel als Angebot an unser immer internationaler werdendes Publikum – gerade in einer Stadt wie Frankfurt – und laden die Zuschauer ein, mit diesem Service den Opernbesuch vielleicht noch ein bisschen mehr zu genießen. Wer einmal erlebt hat, wie beispielsweise bei Mozarts Così fan tutte die Übertitelanlage ausgefallen ist, wird sich über die ausbleibenden Lacher im Publikum gewundert haben. Dies ist für mich ein Beleg, wie selbstverständlich sich die Übertitelung von Opern etabliert hat. Und das Vergnügen unseres Publikums hat sich zu unserer eigenen Überraschung sogar hörbar gesteigert, seit wir die englischen Übertitel anbieten“ so Opernintendant Bernd Loebe.