Photomontage mit Skulptur © COOP HIMMELB(L)AU

Photomontage mit Skulptur © COOP HIMMELB(L)AU

Denkmal nach Musik

Neben der Wiener Staatsoper wird eine geschwungene Skulptur des Künstlers Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au aufgestellt, die Mahler, Schönberg, Webern und Berg im Stadtbild symbolisch verankern soll.

Die Zweiten Wiener Schule und ihr geistiger Vater bekommen ein Denkmal neben der Wiener Staatsoper. Dies hat die Alban-Berg-Stiftung mitgeteilt. Der Entwurf des Künstlers Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au wurde nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit werden Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg geehrt.

Alban Berg selbst hat für das Dreigestirn der Zwölftonmethode ein musikalisches Denkmal geschaffen, als er seinem Kammerkonzert (1925) ein Motto voranstellte, das die Namen von Schönberg und Webern sowie seinen eigenen in Musik übersetzt. Darüber hinaus ist die Zahl Drei oder ihr Vielfaches in das Stück „hineingeheimnisst“, wie Berg selbst in einem offenen Brief an seinen Lehrer schrieb.

Vom Notenbild und vom Klang inspiriert, hat Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au eine Skulptur entworfen, die mit raumgreifenden Schleifen auf die expressiven Linien der Musik reagiert und damit den Komponisten der Zweiten Wiener Schule und ihrem Mentor Mahler ein Denkmal setzt. Damit wird Alban Berg erstmals in Wien ein Denkmal im öffentlichen Raum gesetzt und so seine Bedeutung für die Wiener Moderne im Gedenkjahr besonders gewürdigt.

Der Auftrag zum Entwurf und zur Errichtung dieser Skulptur wurde von der Alban Berg Stiftung in Erfüllung ihres gemeinnützigen Stiftungszweckes erteilt und aus Stiftungsmitteln finanziert. Die Skulpturvon Wolf D. Prix wird am Herbert-von-Karajan-Platz vor der Wiener Staatsoper aufgestellt.