Bechstein goes digital. Bild: Bechstein

Bechstein goes digital. Bild: Bechstein

Der digitale Bechstein

Die C. Bechstein Pianofortefabrik AG hat die C. Bechstein Digital GmbH gegründet und veröffentlicht mit dem Digital Grand ihr erstes Softwareinstrument für DAWs. Nun können auch Nutzer, die rein digital musizieren, komponieren und konsumieren den C. Bechstein-Klang erleben.

Der C. Bechstein Digital Grand stellt  einen neuen und modernen Ansatz eines digitalen Pianos für DAWs (Digital Audio Workstations) dar. Sämtliche dazu bisher existierende Lösungen und Konzepte wurden in Frage gestellt, bevor auch nur ein einziger Ton aufgenommen wurde.
 
Daraus resultierte ein quasi umgekehrtes Produktdesign, indem nicht vom klassischen Instrument ausgegangen wurde, sondern das Bechstein-Team zunächst analysierte was moderne Musikproduzenten und Musiker von einem professionellen, digitalen Grand Piano für ihren DAW-basierten Produktionsablauf erwarten.
 
Der C. Bechstein Digital Grand wurde dadurch zu einem Instrument, das hinsichtlich User Interface und klanglichem Erlebnis enthusiastische Musiker wie professionelle Sounddesign Experten gleichermaßen ansprechen soll.

Anders als bei Sample-Aufnahmen zumeist üblich, entschied sich das C. Bechstein-Team für einen geradezu minimalistisch anmutenden Weg des Recordings. Statt dutzender Mikrofon-Aufstellungen, aus denen erst in der Postproduktion der endgültige Sound gemischt wird, wurden nur drei klassische Abhör-Positionen mit fünf Mikrofonen (24 Bit / 192 kHz, Merging-Technologies Wandler) aufgezeichnet. Ein weiteres Stereo-Signal, welches die „Aura“ des Konzertflügels in seiner unmittelbaren Nähe abbildet, ist in der Software phasentreu zumischbar.
 
Um den Klang auch im praktischen DAW-Einsatz – also mit üblicherweise einer Reihe nachgeschalteter Effektwege – nuanciert und flexibel handhaben zu können, wurden alle Mikrofone außergewöhnlich nah am Instrument platziert.