Julian Steckel. Foto: Giorgia Bertazzi

Julian Steckel. Foto: Giorgia Bertazzi

Der junge Herr Professor

Zum Studienjahr 2017/18 übernimmt der Cellist Julian Steckel, geboren 1982, eine Professur für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Jahr 2010 gewann er den ARD-Wettbewerb. Seit 2011 ist er Professor in Rostock.

Julian Steckel wurde 1982 in Zweibrücken geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater Saarbrücken bei Gustav Rivinius, an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Boris Pergamenschikow und Antje Weithaas sowie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Heinrich Schiff.

Bereits zuvor Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, gewann Julian Steckel 2010 den ersten Preis und mehrere Sonderpreise beim Internationalen ARD-Wettbewerb. 2012 erhielt er den ECHO Klassik für seine Einspielung der Cellokonzerte von Korngold und Goldschmidt und Blochs »Schelomo« mit der Rheinischen Philharmonie Koblenz unter Daniel Raiskin. Seit 2011 ist Julian Steckel Professor für Violoncello an  der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Er konzertiert mit bedeutenden Orchestern, u.a. dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Sinfonieorchestern des NDR, SWR, SR, Kopenhagen und Warschau, den Bamberger Symphonikern, dem Royal Philharmonic Orchestra London, dem Orchestre de Paris, der Kremerata Baltica und den Sankt-Petersburger Philharmonikern. Zu seinen Partnern am Dirigierpult gehören u.a. Sir Roger Norrington, Valery Gergiev, Gustavo Gimeno, Christopher Hogwood, Daniel Raiskin, Andrew Litton, Lan Shui, John Størgards, Mario Venzago und Michael Sanderling.

Neben der solistischen Tätigkeit widmet sich Julian Steckel intensiv der Kammermusik. Dabei sind Musiker wie Janine Jansen, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Veronika Eberle, Lena Neudauer, Vilde Frang, Nils Mönkemeyer, Lars Vogt, Elisabeth Leonskaja, Menahem Pressler und Denis Kozhukhin an seiner Seite. Ebenso konzertiert er mit den Quartetten Armida und Ébène und ist regelmäßig zu Gast bei großen Festivals wie Schleswig-Holstein, Rheingau, Schwetzingen, Luzern, Zermatt und Jerusalem.

Die CD-Veröffentlichungen von Julian Steckel und seinem Klavierpartner Paul Rivinius werden von den Kritikern regelmäßig als Referenzeinspielungen gelobt. Die jüngste Veröffentlichung vom Frühling 2016, eine Gesamteinspielung der C. P. E. Bach Cellokonzerte mit dem Stuttgarter Kammerorchester, wurde ebenfalls international ausgezeichnet. In der laufenden Saison ist Julian Steckel »Artist in Residence« bei den Heidelberger Philharmonikern. Er spielt ein Instrument von Urs W. Mächler (2005).