HJ Lim. Foto: Simon Fowler

HJ Lim. Foto: Simon Fowler

Der kurze Weg zu Beethoven

Sie hat bereits alle Beethoven-Sonaten aufgenommen und dadurch von sich Reden gemacht. Wer live überprüfen möchte, was die junge Koreanerin HJ Lim rein pianistisch zu bieten hat, kann in die Essener Philharmonie gehen.

Die vier Balladen von Frédéric Chopin sind beim Publikum äußerst beliebt – vor allem deshalb, weil hier alles zum Tragen kommt, was die wunderbare Klaviermusik des Komponisten ausmacht. Die junge Pianistin HJ Lim widmet sich unter anderem diesen Meisterwerken Klavierliteratur nun in der Reihe „Essener Jugendstil“ in der Philharmonie Essen: Am Sonntag, 24. Januar 2016, um 11 Uhr spielt sie die Balladen in g-Moll, F-Dur, As-Dur und f-Moll. Von der Romantik schlägt die Koreanerin schließlich einen Bogen zum Impressionismus: Neben Maurice Ravels „Gaspard de la nuit“ interpretiert sie Claude Debussys „L’isle joyeuse“.

HJ Lim wurde in Südkorea geboren und wanderte auf eigenen Wunsch mit zwölf Jahren nach Frankreich aus. Große Aufmerksamkeit erregte sie in der Klassikwelt, als sie bereits im Alter von 24 Jahren sämtliche Beethoven-Sonaten auf CD einspielte. Damit war sie auch die bis dahin jüngste Interpretin, die sich diesem ambitionierten Projekt gewidmet hat. Außerdem erreichte sie mit dieser Aufnahme als erste klassische Pianistin überhaupt mit einer Debüt-CD die Nummer eins in den Klassik-Charts des amerikanischen Billboard-Magazins.

Im Anschluss findet ein Künstlergespräch im Foyer statt.


www.philharmonie-essen.de.