Philharmonie Luxemburg. Foto: Evi van Hoof

Philharmonie Luxemburg. Foto: Evi van Hoof

Der Trend geht zum Kurzkonzert

Nach einem erfolgreichen ersten Jahr mit seinem Chefdirigenten Gustavo Gimeno erweitert das Orchestre Philharmonique du Luxembourg das Angebot um die neue Vorabendreihe «L’heure de pointe». Erstmals wird mit Gustavo Gimeno der Chefdirigent des OPL eine Opernproduktion im Grand Théâtre leiten.

Im Programm der Philharmonie finden sich prominente Orchester-Gastspiele wie das der Wiener Philharmoniker, des New York Philharmonic, des Concertgebouw Orchestra, des  Mariinsky-Orchesters, der Münchner Philharmoniker, des Bayerischen Staatsorchesters und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, geleitet von Dirigenten wie Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Daniele Gatti, Mariss Jansons, Gustavo Dudamel, Riccardo Chailly und Daniel Harding und mit Solisten wie Thomas Hampson, Anne-Sophie Mutter, Hélène Grimaud, Diana Damrau, Daniil Trifonov, Sir András Schiff und Denis Matsuev.

Mit Chick Corea, Wayne Shorter, Branford Marsalis, Kurt Elling und Kenny Barron kommen in der neuen Saison die Stars des amerikanischen Jazz nach Luxemburg. John Malkovich stellt sich im Theaterstück «Call Me God» alleine dem mächtigen Klang der Philharmonie-Orgel. Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey» wird vom OPL live in Szene gesetzt. Nach dem Grammy für die Zusammenarbeit mit der Sängerin Angélique Kidjo hat das OPL für seine nächsten genreübergreifenden Projekte den Bassisten Avishai Cohen und die Sängerin Dianne Reeves eingeladen.

In «L’heure de pointe» spielt das OPL jeweils kurze einstündige Konzerte um 19 Uhr. Die neuen Konzertreihen «Soirées de musique de chambre» und «Jazz Club» setzen auf den intimen Charme des Kammermusiksaals: Großartige Solisten und einige der spannendsten zeitgenössischen Jazz-Musiker zeigen sich hier aus nächster Nähe.

Mit der Geigerin Janine Jansen, dem Dirigenten Valery Gergiev, dem Pianisten, Improvisator und Musikkommentator Jean-François Zygel sowie dem Jazzpianisten Stefano Bollani werden sich dem luxemburger Publikum gleich vier Artists in residence in ihren unterschiedlichen Facetten vorstellen und mit dem OPL zusammenarbeiten.

Beim neuen Festival atlântico steht vom 10. bis 15. Oktober 2016 die Musik portugiesischsprachiger Länder im Mittelpunkt. Sei es der angolanische Sänger Waldemar Bastos, der portugiesische Fado-Star Antonio Zambujo oder die kapverdische Sängerin Mayra Andrade; der Atlantische Ozean verbindet sie zu einer Kulturgemeinschaft, deren musikalische Vielfalt beim Festival zu hören ist.

In den rund 160 Konzerten pro Jahr für junges Publikum spielt Interaktion eine große Rolle. Mit einem umfangreichen Workshop-Programm werden die Möglichkeiten zum Mitmachen, Musizieren und Mitgestalten noch einmal ausgebaut: Orchesterführerschein, Bodypercussion oder die «Luxembourg Summer Jazz School» sind nur einige der Angebote, bei denen junge Menschen von 0 bis 25 Jahren Musik aktiv erfahren können.

Zahlreiche Beispiele für die Vielfalt und Kreativität des luxemburgischen Musikgeschehens sind u.a. in der Serie «Fräiräim» zu finden. Auch luxemburgische Komponistinnen und Komponisten sind in der neuen Saison prominent vertreten – beim Festival rainy days, das im Dezember 2016 unter dem Thema «into the wild» steht, werden Stücke von sechs luxemburgischen KomponistInnen zur Uraufführung gebracht.

Im Jahr 2015 haben 191.705 Besucher eine der 446 Veranstaltungen in der Philharmonie besucht. Damit zählt die Philharmonie seit ihrer Eröffnung im Jahr 2005 insgesamt mehr als 1,7 Millionen Besucher.