Stadttheater Hildesheim. Foto: Andreas Hartmann

Stadttheater Hildesheim. Foto: Andreas Hartmann

Deutsche Erstaufführung von Donizetti-Oper

Am Theater für Niedersachsen ist ab dem 10. März die Donizetti-Oper „Adelia“ erstmals in Deutschland zu erleben.

Bei der Uraufführung in Rom kam es 1841 im Theatro Apollo zu ausschweifenden Tumulten. Große Menschenmengen wollten die erste Aufführung von Donizettis „Adelia“ erleben, die Plätze wurden teilweise doppelt verkauft und es heißt, dass selbst der Komponist sich eine Eintrittskarte für die Premiere auf dem Schwarzmarkt kaufen musste. Umjubelt wurde die Oper in Italien aufgenommen, verschwand aber nach Donizettis Tod von den Spielplänen.

Nun ist am 10. März die deutsche Erstaufführung im Theater für Niedersachsen in Hildesheim zu sehen. Die Handlung des Werks hält einige dramatische Wendungen parat: Der junge Oliviero soll Adelia verführt haben und wird dafür von ihrem Vater, dem Kriegshelden Arnoldo, beim Herzog verklagt. Dieser verurteilt Oliviero zum Tode. Arnoldo wird jedoch durch die Klagen seiner Tochter erweicht und bittet daher, dass die Familienehre stattdessen durch die Heirat der jungen Liebenden wiederhergestellt wird. Der Herzog willigt ein, plant aber die Hinrichtung nach vollzogener Hochzeit. Doch nach vielen weiteren Wirrungen führt diese typisch verwinkelte Belcanto-Geschichte schließlich doch noch zu einem Happy End.

In der musikalischen Qualität stehe „Adelia“ den bekannteren Donizetti-Opern wie zum Beispiel „Lucia di Lammermoor“ in nichts nach, wirbt das Theater in Hildesheim für seine Produktion. In Hildesheim wird die Titelpartie von der jungen Sopranistin Kim-Lillian Strebel gesungen, die zum ersten Mal am TfN zu Gast ist. Alle weiteren Partien der in Italienisch erklingenden Oper werden von Ensemblemitgliedern des Theaters übernommen: So sind unter anderem Konstantinos Klironomos als Oliviero, Diogenes Randes Farias als Arnoldo und Uwe Tobias Hieronimi als Carlo zu erleben. Außerdem stehen der Opernchor und Extrachor auf der Bühne. Das TfN-Orchester wird geleitet von Generalmusikdirektor Florian Ziemen.