Deutscher Jazzpreis an Achim Kaufmann. BILD: UDJ

Deutscher Jazzpreis an Achim Kaufmann. BILD: UDJ

Deutscher Jazzpreis an Achim Kaufmann

Im Rahmen des Jazzfestes Berlin wurde der nach Albert Mangelsdorff benannte deutsche Jazzpreis vergeben. Achim Kaufmann vereint Elemente Neuer Musik mit der Weiterentwicklung von Standards und Improvisation.

Der Pianist und Komponist Achim Kaufmann hat im Rahmen des Jazzfests Berlin den Albert-Mangelsdorff-Preis 2015 (Deutscher Jazzpreis) erhalten. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Der nach dem im Jahr 2005 verstorbenen Posaunisten Albert Mangelsdorff benannte Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Jazz in Deutschland und wird bereits zum zwölften Mal von der Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) verliehen. Mit Achim Kaufmann wählte die Jury eine der an- und aufregendsten Persönlichkeiten der europäischen Jazz- und Improvisationsszene.

„Das ist eine große Ehre und unglaubliche Anerkennung. Es ist eine Wertschätzung dessen, was ich im Laufe der Jahre entwickelt habe und für mich etwas ganz Besonderes, da der Preis immer musikalische Persönlichkeiten ausgezeichnet hat, die ihre unverkennbar eigene Sprache gefunden haben und maßgeblich für die Entwicklung des europäischen Jazz sind und waren“, so Achim Kaufmann zum Erhalt des Preises.

Im Anschluss an die von Reinhard Kager gehaltene Laudatio, erlebten die Zuschauer in der bereits seit Wochen ausgebuchten Kassenhalle des Hauses der Berliner Festspiele ein eindrucksvolles Preisträgerkonzert des Trios „grünen“ mit Achim Kaufmann (Klavier), Robert Landfermann (Bass), Christian Lillinger (Drums) und Gabriele Guenther (Stimme) als ‚special guest‘.

Zum Abschluss der Verleihung  wurde in einem Podiumsgespräch das Thema „Improvisation – Ein Prinzip, drei Perspektiven“ von Julia Neupert (SWR 2 Jazzredakteurin), Christopher Dell (Musiker und Architekturtheoretiker) und David P. Schweikard (Philosoph) diskutiert.

Der von der Union Deutscher Jazzmusiker verliehene Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) wird alle zwei Jahre an herausragende Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene verliehen; zum ersten Mal 1994 aus Anlass des 20jährigen Bestehens der UDJ und des 19. Deutschen Jazz-Forums in Berlin. Der Preis will dem individuellen künstlerischen Aspekt des Jazz Rechnung tragen und hat das Ziel, herausragende und kontinuierliche Leistungen auszuzeichnen. Die Auszeichnung wird von der GEMA-Stiftung, der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsrechten) und dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes gestiftet. Überreicht wurde der Preis in Form einer Trophäe des Berliner Metallbau­künstlers Wolfgang Seidel von Silke Eberhard, Vorstand der Union Deutscher Jazzmusiker.