Rebekka Bakken. Foto: Felix Broede

Rebekka Bakken. Foto: Felix Broede

Devise: Gut muss es sein!

Das internationale Waidhofener Musikfest bietet wieder viele Gründe für einen Abstecher ins niederösterreichische Waldviertel.

„Festl" wird das internationale Waidhofener Musikfest von den Beteiligten und Gästen liebevoll genannt. Ein passender Name für ein Festival inmitten des idyllischen niederösterreichischen Waldviertels. Mit Respekt aber ganz ohne überbordende Ehrfurcht werden an drei Tagen auf zwei Bühnen mehr als 25 Bands präsentiert. Wie selbstverständlich reihen sich hier die großen Namen an musikalische Neuentdeckungen und vollkommen undogmatisch werden Genre- und Stilgrenzen überschritten. Ob das österreichisch-taiwanesisch-niederländische Vierergespann radio.string.quartet mit ihrer Experimentierfreudigkeit oder Rebekka Bakkens Drei-Oktaven-Stimme erklingt, ob 5K HD den Austropop neu erfindet oder das Trio Kalo Yelo als Schnittstelle zwischen europäischem Jazz, Kammermusik und afrikanischen Klängen agiert, da zählt allein die Devise: Gut muss es sein!

Mit dem Warming-Up Day am 28.06. wird der „heimliche“ Startschuss zum Festival gegeben und eine originelle Mischung aus Jazz, Hip-Hop, Bluesgrass, Blues, Wienerlied und vieles, vieles mehr garantiert an den folgenden Tagen für Connaisseurs und Liebhaber gleichermaßen ein musikalisches Fest! Das Internationale Musikfest gehört für die eingefleischten Fans bereits fest zum sommerlichen Festival-Programm. Wenn am 28. Juni der sogenannte „Warming-up Day“ die 39. Ausgabe des Festivals einleitet, kommen Kenner und Liebhaber zusammen, um die einzigartige Atmosphäre rund um die zwei Bühnen zu genießen. Entspannt geht es zu und das ist nur möglich, weil 300 Musikverrückte sich an den Festivaltagen mit viel Herzblut und Idealismus engagieren – Hauptsache man ist dabei! Das Ergebnis: ein rundum professionell organisiertes Festival, das ganz ohne finanzielle Förderung aus öffentlicher Hand und weit entfernt vom abgehobenen „Music Business“ vor allem die musikalischen Begegnungen in den Mittelpunkt stellt.

Wer das kulturelle Sommer-Highlight in Waidhofen besucht, kommt nicht nur, um die großen Stars zu sehen. Es sind die unterschiedlichsten musikalischen Ingredienzien, die das Musikfest so besonders machen und zu einzigartigen Entdeckungen einladen. Da entführt auf der Hauptbühne die italienische Sängerin Flo Cangiano mit ihrem Quartett in die Welten ihrer Heimat während auf der Thayabühne der musikalische Weltenbummler Rhob Cunningham zu Gast ist, der „schnellste Pianist der Welt“, Lubomyr Melnyk, zeigt sein Können ebenso wie die Blasmusik-Kapelle Kofelgschroa aus Oberammergau mit ihren erratischen Texten, der englische Blues Gitarrist Danny Bryant erscheint erstmalig in Bigband-Formation und die Gesangskapelle Hermann betört mit Wiener Mundartgesang – und coolem Groove.