Das Philharmonische Orchester Hamburg und Kent Nagano. Foto: Felix Broede

Das Philharmonische Orchester Hamburg und Kent Nagano. Foto: Felix Broede

Die 189. Philharmonische Konzertsaison

Kent Nagano hat in Hamburg das Programm der Spielzeit 2016/17 vorgestellt. Ab Januar sollen die Konzerte des Staatsorchesters in der Elbphilharmonie stattfinden. Einen Namenswechsel hat das Orchester deshalb aber offenbar nicht vor.

Generalmusikdirektor Kent Nagano hat die Spielzeit 2016/2017 des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg vorgestellt. Die kommende Saison wird „geteilt“: die erste Hälfte findet in der Laeiszhalle, die zweite Hälfte in der Elbphilharmonie statt, die im Januar 2017 eröffnet wird.

Zu den Höhepunkten dieser 189. Philharmonischen Konzertsaison zählen drei großbesetzte oratorische Werke unter der Leitung von Kent Nagano in der Elbphilharmonie: Am 13. Januar 2017 steht die Uraufführung einer Auftragskomposition von Jörg Widmann zur Eröffnung der Elbphilharmonie auf dem Programm. Ende April/Anfang Mai 2017 folgt als Kooperation mit der Staatsoper Hamburg und der Elbphilharmonie Hamburg die spektakuläre Achte Symphonie von Gustav Mahler, visualisiert von der Künstlerin rosalie. Und Mitte Juni 2017 dirigiert Hamburgs Generalmusikdirektor mit Arnold Schönbergs „Gurre-Liedern“ ein weiteres hochkarätiges und äußerst selten zu erlebendes Oratorium.

Vielversprechende Programme und Künstler hält auch die übrige Konzertsaison bereit: Gast-Solisten wie Gautier Capuçon, Gidon Kremer, Heinz Holliger, Viviane Hagner oder Augustin Hadelich präsentieren Werke von Mendelssohn Bartholdy über Elliott Carter bis hin zu Sofia Gubaidulina. Gast-Dirigenten wie Thomas Zehetmair, Reinhard Goebel, Sir Neville Marriner, Manfred Honeck oder Gustavo Gimeno interpretieren Klassiker etwa von Beethoven, Brahms oder Tschaikowsky.

Das 2015 von Kent Nagano initiierte Projekt „Philharmonische Akademie“ steht auch 2016 vor dem offiziellen Beginn der Spielzeit auf dem Programm: Neben der Violinistin Veronika Eberle ist die Audi Jugendchorakademie eingeladen, um mit den Philharmonikern kammermusikalisches Ensemblespiel zu praktizieren. Die interdisziplinäre Reihe „Musik und Wissenschaft“ in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft ist für den Februar 2017 geplant, mit Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und dem Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe.

Im Rahmen der Kammermusikreihe der Philharmoniker gibt es Konzerte sowohl im Kleinen Saal der Laeiszhalle als auch im Kleinen Saal der Elbphilharmonie, u.a. ein Sonderkammerkonzert mit dem ehemaligen Philharmoniker-Hornisten und jetzigem Heldentenor Klaus Florian Vogt. Darüber hinaus spielen die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters Werke von barocken Meistern, über Streichtrio- und Streichquartett-Literatur bis hin zu einem reinen Blechbläser-Programm.

Das Education-Programm des Philharmonischen Staatsorchesters „jung“ wird um eine neue Reihe für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 13 Jahren erweitert: Mit „Tonangeber“ präsentieren Orchestermusiker kammermusikalische Werke und entschlüsseln zusammen mit jungen Hörern in Programmen wie „ruhig und rasend“, „tuten und tirilieren“ oder „gezupft und gestrichen“ musikalische Begriffe und Extreme in der Musik.