Dorothea Röschmann. Foto: Harald Hoffmann/Sony

Dorothea Röschmann. Foto: Harald Hoffmann/Sony

Dorothea Röschmann und Mitsuko Uchida

Für das beste klassische Solo-Album haben die Sopranistin Dorothea Röschmann und die Pianistin Mitsuko Uchida einen Grammy erhalten. Mit Liedern von Schumann und Berg überzeugten sie die Jury.

Selbst die "Bild der Frau" berichtete es auf ihrer Internetseite: Die deutsche Opernsängerin Dorothea Röschmann hat einen Grammy erhalten. Von derlei Glamour-Faktor nimmt man dann auch über die Fachpresse hinaus Notiz von. Der NDR interviewte sie ob der Nachricht und erfuhr, dass die Sängerin, die derzeit für die Desdemona in Verdis Otello probt, die Preisverleihung nicht zum Anlass nahm, sich in ein Jetlag zu begeben oder sich die Nachtruhe um die Ohren zu schlagen, sondern via Kurznachricht vom ebenfalls ausgezeichneten Ian Bostridge informiert wurde.

Die Aufnahme mit zwei Liedzyklen von Robert Schumann und den schwelgerischen sieben frühen Liedern von Alban Berg entstand live in der Londoner Wigmore Hall mit Mitsuko Uchida am Klavier, die unter Röschmanns volle, aber auch schlanke und kontrollierte Stimme einen kühlen Grund legt. Am Donnerstag, 6. April, um 20 Uhr gibt sie im Konzerthaus Dortmund einen Liederabend mit dem Pianisten Roger Vignoles. Wer die Sängerin live im Liederabend erleben möchte, hat also bald die Chance. Und die nun preisgekrönte Decca-Platte gibt es natürlich auch noch.