Einen hochkarätigen Konzertabend verspricht "Jazz Inbetween" am 7. Januar. Veranstalter, Künstlerische Leitung und Förderer präsentieren das druckfrische Plakat. Foto: Presseamt Münster

Einen hochkarätigen Konzertabend verspricht "Jazz Inbetween" am 7. Januar. Veranstalter, Künstlerische Leitung und Förderer präsentieren das druckfrische Plakat. Foto: Presseamt Münster

Drei Konzerte in einem

Das neue Jahr startet in Münster traditionell mit Jazz. Das dreitägige Internationale Jazzfestival und die kleine Schwester "Jazz Inbetween" wechseln sich dabei Jahr für Jahr ab. Am Sonntag, 7. Januar, ist um 18 Uhr im Theater Münster das kleinere Format an der Reihe.

"Jazz Inbetween" wird ein Abend mit drei Konzerten von zehn Musikerinnen und Musikern aus sechs Ländern. Diesmal geht es musikalisch einmal um die Welt. Mit der Konzertkarte lösen die Besucher auch gleich ein "Ticket to Osaka" – neues Terrain auch für die Musiker. Das Konzert ist eine Uraufführung. Fasziniert von der asiatischen Kultur hat sich Schlagzeuger Eric Schaefer vor Jahren auf Studien- und Konzertreisen unter anderem nach Japan begeben, gemeinsam mit der Pianistin Ulrike Haage. Das Konzert in Münster schlägt eine Brücke zwischen Schaefers Anfängen seiner Asien-Erkundungen und seiner letzten Veröffentlichung "Kyoto mon Amour", einer Liebeserklärung an die japanische Stadt. Extra aus Tokio anreisen wird dafür Schaefers Kyoto-Mitstreiter, der Klarinettist Kazutoki Umezu. Hinzu kommen die Pianistin und Komponistin Ulrike Haage sowie der Bassist Oliver Potratz. 

Von Japan geht es mit dem Moped nach Finnland. Mopo ist das finnische Wort für Moped – und so schlicht wie originell nennen sich die drei jungen Wilden aus dem hohen Norden. "Schon lange wollte ich die drei nach Münster holen, jetzt hat es endlich geklappt", freut sich Fritz Schmücker, der künstlerische Leiter. Ihre Musik ist gleichsam vom Punk der 1970er Jahre wie von der finnischen Natur inspiriert. So rasen Linda Fredriksson am Saxophon, Eero Tikkanen am Kontrabass und Eeti Nieminen am Schlagzeug wagemutig über finnische Straßen, vorbei an dunklen Wäldern und klaren Seen. Das rumpelt, ruckelt und tuckert ordentlich, kann aber auch ganz sanft rollen! 

Der Pianist Vadim Neselovskyi kam 1995 aus Odessa nach Deutschland, studierte in Detmold und New Orleans, tourte mit Herbie Hancock und Dee Dee Bridgewater durch Indien, reiste jahrelang durch die USA, Europa und Asien, komponierte, arrangierte, feierte Erfolge. Aus New York reist er mit seinem Trio nach Münster und hat Musik im Gepäck, die die Grenze zwischen Klassik und Jazz überschreitet. Er setzt den Schlusspunkt des Abends: mitreißend, energetisch, ganz dem verpflichtet, was Jazz auszeichnet - unbedingte Offenheit und das Zusammenbringen von scheinbaren Gegensätzen. 

"Jazz Inbetween ist als Brückenschlag zwischen den Festivals nicht mehr wegzudenken. Es trägt die gleiche Handschrift wie das Jazzfestival und fühlt sich genauso an, nur dass es auf einen Tag begrenzt ist. Das Konzert ist ebenso beliebt wie unverzichtbar in der Kulturszene Münsters", sagt Cornelia Wilkens, Münsters Beigeordnete für Kultur. "Viele engagierte Unterstützer begleiten das vom Kulturamt der Stadt veranstaltete Jazz-Ereignis schon seit vielen Jahren. Dies ist ein großes Glück für alle Jazz-Liebhaber." Kooperationspartner ist das Theater Münster. Der WDR zeichnet die Konzerte auf und sendet sie im Februar im "WDR 3 Konzert".