Sebastian Wartig. Foto: Semperoper.

Sebastian Wartig. Foto: Semperoper.

Dresdner zeichnen jungen Sänger aus

Die Stiftung der Semperoper vergibt jedes Jahr eigene Preise und fördert Inszenierungen, mit dem Ziel, das Haus in der internationalen Spitze zu halten.

»Sebastian Wartig hat einen klaren Bariton, der so samtweich wie präzise geführt wird und sein Publikum begeistert«, so Joachim Hoof, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zur Förderung der Semperoper. Die Stiftung hat Wartig nun ihren jährlichen Preis verliehen. »Mit ihrer Wahl führt die Stiftung konsequent ihr Förderkonzept fort, künstlerische Exzellenz auf höchstem Niveau an der Semperoper zu ermöglichen. Dass nach der mit Dresden bis heute eng verbundenen Preisträgerin des vergangenen Jahres, Evelyn Herlitzius, nun ein junger Ausnahmesänger den Preis erhält, der wie einst die junge Sängerin seine Karriere von der Semperoper aus startet, unterstreicht den Nachhaltigkeitsgedanken der stets der Tradition verpflichteten und in die Zukunft orientierten Stiftung.« 

Sebastian Wartig ist gebürtiger Dresdner und begann seine Sängerlaufbahn 1998 im Dresdner Kreuzchor. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig und gewann gleich in seiner ersten Spielzeit an der Semperoper 2014 den renommierten Bundeswettbewerb Gesang. Als bereits 2012 der damalige Operndirektor Eytan Pessen dem Ausnahmetalent ein Angebot machte, in das Junge Ensemble zu wechseln, erbat dieser sich ein Jahr Aufschub – um sein künstlerisches Profil zu festigen, bevor er die Bühne der Semperoper eroberte. Diese Sorgfalt und konsequente Selbsteinschätzung zeichnen den damals 22-Jährigen bis heute aus

Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 durch Senator Rudi Häussler zeichnet die Stiftung jährlich Künstlerpersönlichkeiten und Ensembles der Semperoper mit eigenen Preisen aus. Darüber hinaus fördert sie ausgewählte Neuinszenierungen an der Semperoper, die vom Ballett über die klassische Oper bis hin zum zeitgenössischen Musiktheater reichen. Grundsatz dabei ist, dass durch die Aufführungen die Reputation als Opernhaus der Spitzenklasse gestärkt wird. In der Spielzeit 2015/2016 unterstützt die Stiftung vier Neuinszenierungen, die von der klassischen bis zur modernen Oper und zum zeitgenössischen Handlungsballett reichen.