Vijay Iyer Sextet. Foto: Lynne Harty/ECM Records

Vijay Iyer Sextet. Foto: Lynne Harty/ECM Records

ECM JAZZnight in der Alten Oper

Zehn Spitzenmusiker, zwei Formationen, ein Abend: Die kommende ECM JAZZnight am 11. November 2018 um 20.00 Uhr führt ein aufregendes Doppel ins Albert Mangelsdorff Foyer der Alten Oper Frankfurt.

Denn wenn die beiden Pianisten Vijay Iyer und Nik Bärtsch im Sextett bzw. im Quartett Einblicke in ihre aktuellen Sounds geben, spannt sich ein Bogen von Improvisiertem zu Notiertem, von fetten Bläsersounds zu minimalistischen Klanggebilden, von Elegischem zu Explosiven und nicht zuletzt von der Alten in die Neue Welt.  

Der in New York geborene und dort lebende Vijay Iyer wird spätestens seit seinem Debüt beim Jazzlabel ECM im vergangenen Jahr von der internationalen Presse als neuer Star der Jazzszene gefeiert. „Ungestüm", „wild funky" beschrieb die Los Angeles Times seine Musik, dabei entzieht sich der Pianist eigentlich allen Etikettierungen. Mit seinem noch jungen Sextett groovt er durch das Terrain des Jazz, „experimentell, intuitiv und präzise zugleich", wie Iyer sagt, und verarbeitet dabei Hip Hop und Funk ebenso wie indische oder westafrikanische Musik.  

Nik Bärtsch, in Zürich geboren, arbeitet hingegen gern mit Reduktion und Minimalismus. „Zen-Funk" oder „Ritual Groove Music" überschreibt er seine suggestiven Klangschöpfungen, die oft auf sich wiederholenden oder leicht variierten Mustern beruhen und dabei ihre ganz eigene Wirkung entfalten. „Mich interessiert das Befragen und Neubetrachten des ständig Wiederkehrenden. Dabei ist es mir wichtig, jeden einzelnen Moment so ernst zu nehmen, als ginge es um Leben und Tod", erklärt der Musiker, der sich dem Frankfurter Publikum gemeinsam mit seinem 2001 gegründeten Quartett Ronin vorstellt.