Ensemble Spark. Foto: Bartosch Salmanski

Ensemble Spark. Foto: Bartosch Salmanski

Ein klingendes Prisma

„Prisma“ lautet das Motto des 16. Festivals vielsaitig, das vom 29. August bis zum 8. September 2018 in der Lauten- und Geigenbaustadt Füssen stattfindet.

Den Auftakt des Füssener Festivals vielsaitig bildet am 29. August der Kammermusikabend des Verdi-Quartetts, das von Anfang an die künstlerische Leitung des Festivals wahrnimmt. Gemeinsam mit dem rumänischen Kontrabassisten Petru Iuga und dem Pianisten Hatem Nadim bietet das Ensemble eine Programmfolge mit Werken von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, György Kurtág und Sergej Ljapunow.  

Der hohen Kunst der tiefen Töne widmen sich Petru Iuga und sein Klavierpartner Benjamin Engeli am 1. September mit einem Abend, der Solo- und Duowerke von Mieczyslaw Weinberg, Johann Sebastian Bach, Franz Schubert und Béla Bartók vorstellt.  

Die beiden Streichsextette von Johannes Brahms lassen die vier „Verdis“ am 4. September in ihrem erklingen – und zwar im Zusammenwirken mit den Musikern des Vogler Quartetts, die zwei Tage später im Kaisersaal Joseph Haydn, Maurice Ravel und Peter Tschaikowsky spielen. Vielsaitige Abende bescheren die Ensembles Spark und Les Brünettes. Spark – das sind fünf Musiker, denen auf eigenwillige Weise eine Synthese aus Klassik, Minimal Music, Elektro und Avantgarde gelungen ist. Die ECHO Klassik-Preisträger des Jahres 2011 beeindrucken auf der Bühne mit ihrer überschäumenden Vitalität, die sie an mehr als vierzig verschiedenen Instrumenten auslassen.

Eine ganz andere Klangfarbe bieten Les Brünettes, ein Quartett vier junger Sängerinnen, die mit „The Beatles Close-Up reduced to the vox“ ihr Publikum a capella in das Liverpool der 60er Jahre zurückführen.   Eine Mischung von Klassik und Jazz bringen am 3. September der Trompeter Markus Stockhausen und der Pianist Florian Weber mit INSIDE OUT in das Barockkloster, wo auch die Virtuosin Katarzyna Mycka zu bestaunen ist: Die vielfach ausgezeichnete Stuttgarterin aus Polen ist ein Star auf dem Marimbaphon und wird am 31. August mit ihrem eigenen Marimba-Quartett und der Pianistin Katja Küppers den Kaisersaal zum Klingen bringen. Am Nachmittag desselben Tages stehen die Musiker(innen) um Katarzyna Mycka sowie der Sprecher Johannes Hitzelberger im Zentrum einer ebenso bunten wie heiteren Veranstaltung für die ganze Familie: Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere. Dem steht als Kontrast ein Abend auf zwei Flügeln gegenüber - mit Werken von Ferruccio Busoni, Johannes Brahms und Maurice Ravel, die das Klavierduo Stenzl aufs Programm gesetzt hat.

Der Hauptschauplatz des musikalischen Geschehens ist auch in diesem Jahr das Barockkloster St. Mang, dessen Architektur in den verschiedensten Klangschattierungen ausgeleuchtet wird. Meisterkurse, Führungen, Vorträge und der „Treffpunkt Geigenbau" erweitern den bunten Fächer.