Schaghajegh Nosrati. Foto: Irene Zandel

Schaghajegh Nosrati. Foto: Irene Zandel

Eine Bühne für Nachwuchspianisten

„Auf schwarzen und weißen Tasten“ 2019 – Drei Klavierabende im Sendesaal Bremen bieten die Begegnung mit Antonio Pompa-Baldi, Schaghajegh Nosrati und Kotaro Fukuma.

Auch im Januar 2019 präsentieren der Radiosender Bremen Zwei und der Sendesaal Bremen wieder die Reihe „Auf schwarzen und weißen Tasten“. Schon seit 1990 gibt es dieses kleine und feine Festival, bei dem viele renommierte Klavierkünstler aus der ganzen Welt auftreten – vom Starpianisten bis zu jungen und vielversprechenden Ausnahmetalenten. Diesmal präsentiert sich die Konzertreihe gewohnt hochkarätig und sehr international besetzt. Den Auftakt macht am Samstag, dem 12. Januar 2019 der in Cleveland lebende Italiener Antonio Pompa-Baldi. Der 1974 in Foggia geborene Künstler gehört zu den international erfolgreichsten Musikern seines Heimatlandes und gewann zahlreiche Klavierwettbewerbe in aller Welt. Seitdem Pompa-Baldi 2001 Preisträger beim Van Cliburn-Wettbewerb in Texas wurde, spielt er weltweit in den großen Konzerthallen und bei den wichtigen Klavierfestivals. So war der Pianist bereits zu Gast in der New Yorker Carnegie Hall, in der Salle Pleyel in Paris oder der Bostoner Symphony Hall. Das Repertoire des Italieners ist weit gespannt und reicht von Hummel über Grieg bis hin zu zeitgenössischen Werken. Bisher hat der Künstler mehr als 20 CDs aufgenommen, die sein breites musikalisches Spektrum eindrucksvoll abbilden. In Bremen wird Pompa-Baldi ein attraktives und gut gemischtes Programm vorstellen mit Stücken von Hummel, Liszt, Grieg, Roberto Piana und Francis Poulenc.

Das zweite Konzert am Mittwoch, dem 16. Januar 2019 spielt die 1989 in Bochum geborene Schaghajegh Nosrati. Sie gilt als äußerst vielseitige Musikerin und hat einen herausragenden Ruf als Bach-Interpretin. Nosrati gewann 2014 den internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und wird von Sir András Schiff gefördert, der die „erstaunliche Klarheit, Reinheit und Reife“ ihres Spiels lobt. Im Jahr 2018 wurde Schaghajegh Nosrati als Solistin auf eine Tournee mit Sir András Schiff und dessen Kammerorchester „Cappella Andrea Barca“ eingeladen und gastierte dabei u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie, dem Konzerthaus Dortmund, dem Wiener Musikverein, der Tonhalle Düsseldorf und dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel. 2015 erschien Nosratis Debüt-CD, auf der sie Bachs „Kunst der Fuge“ spielt. Danach nahm die Pianistin zusammen mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin drei Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach für ihre zweite Studio-CD auf. Im Bremer Sendesaal wird Schaghajegh Nosrati zwei Bach-Partiten, eine Uraufführung des 1955 in Düsseldorf geborenen Komponisten Thomas Blomenkamp und Schuberts späte c-moll-Sonate spielen.

Das Finale des kleinen Festivals bestreitet am Samstag, dem 19. Januar 2019 der 1982 in Tokio geborene Kotaro Fukuma. Nach seinem Studium in Paris und Berlin und dem Gewinn bedeutender Wettbewerbe ist Kotaro Fukuma als Konzertpianist weltweit unterwegs. Zu seinen Partnern gehören dabei das Cleveland Orchestra, das Israel Philharmonic Orchestra oder das NHK Symphony Orchestra. Kotaro Fukuma gab Konzerte in der Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus oder der Suntory Hall in Tokio. Gut ein Dutzend CDs mit Klaviermusik von Mozart bis Debussy und Albéniz hat der Japaner bisher aufgenommen. Kotaro Fukuma bewegt sich als „composer-pianist“ in der Tradition der großen Virtuosen des goldenen Klavierzeitalters und spielt in seinen Konzerten immer wieder auch eigene Arrangements. In Bremen wird er Sonaten von Mozart und Beethoven vorstellen, dazu Bearbeitungen nach Originalen von Glinka, Tschaikowsky und Satie. Den krönenden Abschluss des Festivals wird Fukumas eigene Bearbeitung von Friedrich Smetanas berühmter „Moldau“ bilden.