Anja Silja. Bild: Agentur

Anja Silja. Bild: Agentur

Eine lebendige Legende in Frankfurt

Anja Silja, das intellektuelle Sexsymbol der Opernwelt vergangener, inszenatorisch aufwühlender Zeiten, gibt an alter Wirkungsstätte einen Abend mit Melodramen.

Eine europäische Erstaufführung, das Melodramen-Triptychon op. 68 von Anton S. Arenski mit Texten von Turgenjew, bringt der Abend mit Melodramen. Anja Silja kehrt dazu an ihre frühere Wirkungsstätte zurück, die Frankfurter Oper. Zudem erklingen Werke (teils für Solo-Klavier) von Franz Liszt, Sergei W. Rachmaninow, Franz Schubert, Robert Schumann, Peter I. Tschaikowski und Richard Wagner.

Silja, geboren 1940, debütierte 1956 an der Oper Braunschweig als Rosina im Barbier von Sevilla. Sie stammt aus einem Schauspielerhaushalt. Im Jahr 1959 kam sie über Stuttgart nach Frankfurt. Dem Haus blieb sie auch in den folgenden Jahren verbunden, trotz rapide einsetzender Weltkarriere zwischen New York, Bayreuth, Wien, Salzburg, Paris u. v. a. m.

Ihre Verbundenheit mit Frankfurt führte bereits in den vergangenen Jahren zu neuerlichen Gastspielen: 2013 als Babuschka in „Der Spieler“ (Prokofieff) und 2014 als Mumie in „Die Gespenstersonate“ (Reimann). Nun ist sie als sprechende Singschauspielerin zurück.

Dienstag, 26. Januar 2016, um 20.00 Uhr im Opernhaus, Konzertmelodramen und Klavierwerke
 mit Anja Silja, Rezitation, und 
Andrej Hoteev, Klavier. Karten (15 bis 95 Euro) unter 069 /212 49 49 4.

www.oper-frankfurt.de