jazzahead!-Konzerte werden gestreamt. Foto: Jan Rathke/Messe Bremen

jazzahead!-Konzerte werden gestreamt. Foto: Jan Rathke/Messe Bremen

"Einzige universelle Sprache des Planeten"

Am 19. April beginnt in Bremen die internationale Fachmesse für die Jazzszene. Das Fach- und Messeprogramm ist komplett, Themenschwerpunkte sind Partnerland Polen, German Jazz Expo und Panels zur Vermarktung von Jazz.

Polen steht als Partnerland im Zentrum der jazzahead! 2018. Schon zur Eröffnungsfeier der Messe am 19. April um 17 Uhr setzt Polen kosmopolitische Akzente mit einem Kurzkonzert des mehr als 20-köpfigen World Orchestra, Symphonieorchester und Jazzband zugleich, mit Instrumenten wie Kaval, Duduk oder Kantele ungewöhnlich besetzt.

„Musik ist die einzige universelle Sprache unseres Planeten“, so Bandleader Grzech Piotrowski, der mit diesem Projekt das Publikum auf eine Reise voller subtiler Emotionen und Magie mitnimmt. Die acht Showcases der Polish Night zeigen am Eröffnungsabend die vitale Vielfalt der aktuellen polnischen Szene auf drei Bühnen, von bekannteren Bands wie dem Marcin Wasilewski Trio bis zu noch zu entdeckenden wie dem Trio des jungen Saxophonisten Kuba Wiecek. Am Messestand des Partnerlandes in Halle 6 mit angegliederter Lounge lädt das Adam Mickiewicz Institut ein, die Protagonisten der Szene in Polen näher kennenzulernen.

Dass Polen ein Land mit langer Jazztradition ist, zeigt sich auch in einer Ausstellung mit den Titelbildern von Jazz Forum, dem ältesten polnischen Jazzmagazin, das seit 1965 erscheint. Das Galakonzert am 20. April in der Glocke mit Anna Maria Jopek und Leszek Mozdzer sowie dem Maciej Obara Quartet, Highlight im Programm, wird von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnitten und in den kommenden Wochen übertragen.

In diesem Jahr legt die jazzahead! erneut mit einer Fachtagung am 19. April den Schwerpunkt auf das Thema „Improvisation & Jazz für Kinder in der Praxis“. Anhand von Best-Practice-Beispielen aus Deutschland, die Kinder bereits im Grundschulalter erfolgreich an Jazz heranführen, werden methodische Ansätze analysiert und eine Fachdiskussion angestoßen. Einblicke in interaktive Kinderkonzertformate stehen ebenso auf dem Programm wie die Perspektive einer Musikpädagogin auf Jazzangebote in der Schule. „Unser langfristiges Ziel ist es, Improvisation und Jazz stärker im Schulalltag zu verankern. Die diesjährige Fachtagung ist daher auch sehr praxisorientiert, die Teilnehmer sollen erfahren, wie sie Methoden in ihren Arbeitsalltag übertragen können. Auch möchten wir deutsche Jazzmusiker einladen, dieses Thema stärker in den Fokus zu nehmen und sich aktiv zu beteiligen“, erklärt jazzahead! Projektleiterin Sybille Kornitschky. Anmeldungen für die Tagung sind noch bis 15. April 2018 über die Webseite der jazzahead! möglich.

Das Hauptanliegen der German Jazz Expo ist es, Jazz aus Deutschland international bekannter zu machen. In acht Showcase-Konzerten haben internationale Festivaldirektoren, Booker und Medienvertreter Gelegenheit, sich vom hohen Standard der Bands zu überzeugen. Die jazzahead! lädt jährlich internationale Gäste im Rahmen der German Jazz Expo nach Bremen ein – in diesem Jahr kommen durch das Einladungsprogramm zusätzlich rund 50 Programmmacher aus 30 Ländern, u.a. aus den USA, Japan und Südkorea. Für internationale Engagements, die sich für deutsche Bands ergeben, bietet die Initiative Musik gGmbH entsprechende Förderprogramme.

Insbesondere an Musiker und deren Vermarktungspartner richtet sich das Fachprogramm der Messe. Von der Produktion bis zur Verbreitung führt das Panel von Stingray DJAZZ durch die Fülle der Nutzungsmöglichkeiten von Videos im Web, TV, Apps und digitalen Plattformen. Die Kanäle werden für den Vertrieb analysiert und praxisnahe Tipps gegeben. Mit „Künstlerfotos im Diskurs“ widmen sich auch Journalist Ralf Dombrowski, Dave Stapleton, Leiter von Edition Records und Fotograf Felix Broede einem Thema aus der Praxis, denn gute Fotos können entscheidend sein für Image und Erfolg einer Band.

Die Union deutscher Jazzmusiker lädt ein zu einer Podiumsdiskussion zur strukturellen Unterstützung für Frauen im Jazz: Vertreter aus Deutschland diskutieren mit Gästen aus der internationalen Jazzszene, wie Rahmenbedingungen geschaffen werden können für gleichberechtigte Karrieren im Jazz. Mit dem Kulturkanal Stingray DJAZZ hat die jazzahead! einen international agierenden Partner für die Verbreitung der jazzahead! Showcase-Mitschnitte gewonnen.

Die Showcase-Konzerte werden live gestreamt auf der jazzahead!-Webseite sowie Social Media von Stingray und sind direkt am nächsten Tag online in der jazzahead! Mediathek zu finden. Stingray DJAZZ bietet die Videos im Nachgang zudem ganzjährig auf den eigenen internationalen Kanälen an. Radio Bremen sorgt 2018 erneut für die Audioaufzeichnung aller Showcases. Die Aufnahmen werden allen ARD und EBU Stationen zur Verfügung gestellt. Mitaussteller und Fachteilnehmer können sich noch vor Ort für die Messe anmelden.

www.jazzahead.de