Saskia Egger (Programmleitung Deutsche Stiftung Musikleben) mit Jan-Aurel Dawidiuk, Jakow Pavlenko und Jakob Plag. Foto: Markus Kaesler

Saskia Egger (Programmleitung Deutsche Stiftung Musikleben) mit Jan-Aurel Dawidiuk, Jakow Pavlenko und Jakob Plag. Foto: Markus Kaesler

Engagement für musikbegeisterten Nachwuchs

Die Deutsche Stiftung Musikleben zeichnet die erfolgreichsten Teilnehmer des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ mit Sonderpreisen im Gesamtwert von 42.300 Euro aus und vergibt zwei Hauptpreise.

 

 

 

Eine langjährige Beziehung verbindet die beiden Institutionen: Die Deutsche Stiftung Musikleben feierte 2017 ihren 55. Geburtstag und soeben ging in Lübeck der 55. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ zu Ende, bei dem sich rund 2.700 herausragende Nachwuchsmusiker zum großen Finale versammelten. Die Deutsche Stiftung Musikleben engagiert sich seit dem ersten Wettbewerb als preisstiftende Partnerin und zeichnet die Besten der jungen Besten mit Sonderpreisen und zwei hochdotierten Hauptpreisen aus.

Der Eduard Söring-Preis, mit 6.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung des Wettbewerbs, wird jedes Jahr gestiftet von Dr. Detlef Kohlhase in Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Musikleben und engagierten Unterstützer des Projekts „Jugend musiziert“ von seinen frühesten Anfängen an. Ausgezeichnet wird eine herausragende Leistung im Fach Streicher. Die diesjährigen Preisträger sind das Duo Jakow Pavlenko (14 Jahre, Violine, aus Oldenburg) und Jan-Aurel Dawidiuk (17 Jahre, Klavier, aus Hannover), die nicht nur als individuelle Musiker überzeugten, sondern als perfekt aufeinander eingestimmtes Duo mit ihrem Spiel hervorstachen.

Für die beispielhafte Interpretation des Werkes eines noch lebenden Komponisten zeichnet die Stiftung den 17-jährigen Klarinettisten Jakob Plag aus Weimar mit dem Hans Sikorski-Gedächtnispreis aus. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis wird gestiftet von den Sikorski-Musikverlagen in Andenken an einen der Gründerväter der Stiftung. Mit erstaunlicher musikalischer Reife präsentierte Jakob Plag das Prélude für Solo-Klarinette des großen polnischen Komponisten Krzystof Penderecki (*1933). Die Preise wurden im Rahmen des Abschlusskonzerts am Mittwoch, den 23. Mai 2017, in der Musik- und Kongresshalle Lübeck von Saskia Egger, Programmleiterin der Deutschen Stiftung Musikleben überreicht.

Irene Schulte-Hillen, Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben, verfolgt seit mehr als 25 Jahren den Werdegang junger Musiker von ersten Erfolgen bei „Jugend musiziert“ bis hin zu umjubelten Debüts in großen Sälen wie z.B. der Elbphilharmonie: „Jedes Mal wenn junge Begabungen von damals,  die von uns ausgezeichnet und über die Jahre mit Stipendien, Konzertauftritten und Instrumentenleihgaben aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds gefördert wurden, dann die großen Bühnen der Welt erobern, erfüllt sich eine frühe Hoffnung. Als Beispiele seien genannt der Geiger Albrecht Menzel (Eduard Söring-Preisträger von 2007, Debüt in der Elbphilharmonie November 2017) oder Sebastian Manz (Klarinette, Hans Sikorski-Gedächtnispreisträger von 2002, Debüt in der Elbphilharmonie Oktober 2017).

Dass die Verzahnung von „Jugend musiziert“ und dem Förderprogramm der Deutschen Stiftung Musikleben seit nunmehr über einem halben Jahrhundert so gut funktioniert, zeigt, wie sinnvoll dieses gemeinsame Engagement für den musikbegeisterten Nachwuchs ist.“ 90 Solisten, 23 Instrumentalbegleiter und 26 Ensembles aus allen Teilen Deutschlands wurden von der Stiftung mit Sonderpreisen für ihre herausragende Leistung ausgezeichnet. Damit können sich die jungen Preisträger für weitere Fördermaßnahmen der Stiftung bewerben wie z.B. das Gerd Bucerius-Stipendium für Studienaufenthalte im Ausland, das Carl-Heinz Illies-Förderstipendium für junge Pianisten oder einer Leihgabe aus dem Deutschen Musikinstrument für junge Streicher –  die nächste Vergabe findet statt am 19. September 2018 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ können sich ab sofort bewerben.