Oper Erfurt, Máté Sólyom-Nagy. Foto: Lutz Edelhoff

Oper Erfurt, Máté Sólyom-Nagy. Foto: Lutz Edelhoff

Erfurt hat einen weiteren Kammersänger

Das langjährige Theater Erfurt-Ensemblemitglied Máté Sólyom-Nagy darf den Ehrentitel „Kammersänger“ im Namen führen. Mit der Auszeichnung wurde die Leistung und der Einsatz des Baritons auf der Musiktheaterbühne gewürdigt.

Der gebürtige Ungar Máté Sólyom-Nagy gehört seit der Spielzeit 2002/2003 zum festen Künstlerstamm des Theaters in Erfurt und trat seitdem in rund 100 Rollen verschiedener musikalischer Genres auf. Ob als Che im Musical Evita, Joseph Süß in Detlef Glanerts gleichnamiger Oper, als Titelfigur in Alban Bergs Wozzeck, als Papageno in Mozarts Zauberflöte oder aktuell als der Bär Balu im Dschungelbuch bei den Erfurter Domstufen-Festspielen – seine Leidenschaft für seinen Beruf ist stets unüberseh- und hörbar.

Für Generalintendant Guy Montavon, der den Titel gemeinsam mit Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein in einem Festakt an den 40-jährigen verleihen wird, war dieser Schritt längst überfällig. „Máté Sólyom-Nagy hat als ganz junger Sänger bei uns angefangen und sich grandios entwickelt. Ich habe ihn kurz nach seinem Gesangsstudium bei einem Vorsingen in seiner Heimat Ungarn entdeckt und vom Fleck weg nach Erfurt engagiert. Inzwischen lässt allein seine Mitwirkung an unseren Produktionen die Erfurter zahlreich in unser Haus strömen. Mit dem Titel geben wir ein klein wenig von dem zurück, was Máté Sólyom-Nagy für unsere Theater als Künstler leistet“, so Montavon.

Der Ehrentitel „Kammersänger“ war 2014 erstmals in Erfurt verliehen worden. Damals wurde Tenor Jörg Rathmann damit ausgezeichnet.